Bei Vonovia richtet sich gerade vieles auf einen einzigen Tag: Am 19. März legt der Konzern den Geschäftsbericht 2025 vor – es ist die erste vollständige Bilanz unter dem neuen CEO Luka Mucic. Genau deshalb schaut der Markt nicht nur auf die Zahlen, sondern auf die Richtung. Kommt beim Thema Finanzierung und Ergebnisziele genug Klarheit, um die jüngste Nervosität zu dämpfen?

Zuletzt zeigte die Aktie zumindest kurzfristig Schwäche: In den vergangenen sieben Tagen ging es um -6,94% auf 25,87 Euro nach unten. Auf Jahressicht ist das Bild deutlich stabiler, seit Jahresanfang steht ein Plus von 7,26%.

Neuer CEO, neue Messlatte

Seit Januar führt Luka Mucic das Unternehmen. Parallel steht auch ein Wechsel im Vorstand an: Daniel Riedl scheidet zum Ende Mai im gegenseitigen Einvernehmen aus. Der Geschäftsbericht wird damit zum ersten großen Pflichttermin, an dem Investoren Mucic’ Handschrift ablesen wollen – vor allem beim Umgang mit Kennzahlen und Kapitalstruktur.

Genau hier liegt der Kern: Nach einer Phase erhöhter Verschuldung zählt für den Markt weniger die Erzählung, sondern belastbare Fortschritte bei Ergebnisqualität und Refinanzierung.

Operative Ziele: Guidance muss tragen

Im Fokus stehen die Ergebniszahlen für 2025 und vor allem der Ausblick auf 2026. Für das laufende Jahr nennt Vonovia ein bereinigtes EBITDA von 2,95 bis 3,05 Mrd. Euro sowie ein bereinigtes EBT von 1,9 bis 2,0 Mrd. Euro.

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Ob diese Spannen realistisch unterfüttert sind, wird der Bericht zeigen müssen. Für die ersten neun Monate 2025 meldete Vonovia ein bereinigtes EBITDA von 2,1 Mrd. Euro (plus 6,4%). Zudem kehrte der Konzern nach einem Verlust im Vorjahr in den ersten neun Monaten 2025 mit 3,41 Mrd. Euro Nettogewinn in die Gewinnzone zurück – getrieben durch positive Neubewertungen des Portfolios.

Finanzierung im Blick: Laufzeiten verlängert

Noch vor dem Berichtstermin hat Vonovia an der Kapitalstruktur gearbeitet. Platziert wurde eine neue Anleihe bis Februar 2036 mit 2,94% Kupon. Die Erlöse sollen kurzfristige Fälligkeiten bis 2027 durch längere Laufzeiten ersetzen.

Bereits im November 2025 folgte eine größere Eurobond-Platzierung: drei Serien über 2,25 Mrd. Euro, im Schnitt zu 3,96% Zins und laut Mitteilung 3,4-fach überzeichnet. Zusätzlich veröffentlichte Vonovia aktualisierte Stimmrechtszahlen: Per Ende Februar 2026 lag die Gesamtzahl der Stimmrechte bei 848.261.274.

Beim Thema Ausschüttung bleibt Liquidität ebenfalls ein Signal: Für 2024 erhöhte Vonovia die Dividende auf 1,22 Euro je Aktie. Dass Aktionäre erneut zwischen Bar- und Aktiendividende wählen konnten und ein relevanter Teil die Aktiendividende nahm, unterstreicht, wie wichtig Kapitalstruktur und Mittelabfluss für die Bewertung bleiben.

Zum konkreten Fahrplan: Am 19. März 2026 kommt der Geschäftsbericht 2025 – und damit die entscheidende Einordnung, ob Vonovia die EBITDA- und EBT-Ziele für 2026 überzeugend stützt und die zuletzt angestoßenen Refinanzierungsmaßnahmen sauber in eine klare Finanzstory übersetzt. Weitere Fixpunkte folgen mit den Q1-Zahlen am 7. Mai 2026 und der Hauptversammlung am 21. Mai 2026.

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