Der Wolfsburger Autokonzern kommt nicht zur Ruhe. Während die Dieselaffäre weiterhin die Gerichte beschäftigt, häufen sich neue Hiobsbotschaften. Jetzt drohen auch noch Schadenersatzforderungen in Millionenhöhe wegen eines spektakulären Schiffsunglücks.

Millionenschwere Klage wegen Schiffsbrand

Das Landgericht Braunschweig verhandelt seit dieser Woche über den Untergang der "Felicity Ace". Das Autotransportschiff war im Februar 2022 vor den Azoren in Brand geraten und später gesunken - an Bord befanden sich rund 4.000 Neuwagen des VW-Konzerns. Reederei und Versicherungen fordern nun Schadenersatz im dreistelligen Millionenbereich von zwei Volkswagen-Unternehmen.

Der Streitpunkt: War eine defekte Elektroauto-Batterie schuld am Brand? Die Kläger sind davon überzeugt, Volkswagen bestreitet dies vehement. Die Beklagten argumentieren, der Brand habe andere Ursachen gehabt und das Sinken hätte verhindert werden können. Eine teure Auseinandersetzung, die den bereits angeschlagenen Konzern weiter belasten könnte.

Winterkorn-Prozess gestoppt

Gleichzeitig stockt die juristische Aufarbeitung der Dieselaffäre. Das Strafverfahren gegen Ex-Konzernchef Martin Winterkorn wurde wegen dessen anhaltender Erkrankung vorläufig eingestellt. Der 78-Jährige gilt weiterhin als verhandlungsunfähig - völlig offen ist, ob das Verfahren jemals abgeschlossen werden kann.

Vier andere Manager wurden bereits zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Dieselaffäre kostete Volkswagen bislang etwa 33 Milliarden Euro - und die Prozesslawine ist noch längst nicht abgearbeitet.

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US-Geschäft bricht ein

Doch auch operativ läuft es alles andere als rund. Die Premiumtochter Audi verzeichnete im zweiten Quartal in den USA einen Absatzeinbruch von 19 Prozent auf nur noch 39.241 Fahrzeuge. Bereits im ersten Quartal waren die Verkäufe um 12 Prozent zurückgegangen. Die Zoll-Drohungen von US-Präsident Donald Trump dürften die Lage für deutsche Autobauer weiter verschärfen.

Rückruf belastet zusätzlich

Als wäre das nicht genug, muss Volkswagen auch noch über 16.000 Fahrzeuge weltweit wegen möglicher Defekte bei Beifahrer-Airbags zurückrufen. Wieder ein Kostenfaktor, wieder ein Imageschaden.

Die Problemliste wird immer länger, während die Lösung der bestehenden Krisen auf sich warten lässt. Für Anleger wird die Geduld zur Tugend - oder zur teuren Belastungsprobe.

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