Während die Volkswagen-Aktie weiter unter Druck steht, zeichnet sich bei der Auktion der Diesel-Tochter Everllence eine außergewöhnliche Entwicklung ab: Die Gebote liegen mit rund 8 Milliarden Euro mehr als 30 Prozent über den ursprünglichen Erwartungen. Gleichzeitig meldet die US-Marke Scout Motors 160.000 Reservierungen – allerdings mit einer überraschenden Präferenz. Am 10. März folgen die Jahreszahlen für 2025.

Everllence-Auktion übertrifft Erwartungen deutlich

Der Verkaufsprozess der Dieselmotoren-Tochter Everllence (ehemals MAN Energy Solutions) hat sich stark beschleunigt. Sechs Finanzinvestoren haben sich für die zweite Bietrunde qualifiziert, darunter Blackstone, Brookfield Asset Management, Advent International, Bain Capital, EQT und CVC Capital Partners.

Die vorläufigen Gebote erreichen etwa 8 Milliarden Euro – deutlich mehr als die angestrebten 5 bis 6 Milliarden Euro. Volkswagen plant, eine Minderheitsbeteiligung von 30 bis 40 Prozent zu behalten. Bindende Angebote werden innerhalb der nächsten sechs Wochen erwartet.

Der höhere Erlös verschafft dem Management zusätzlichen finanziellen Spielraum für die Elektrifizierungsstrategie und das China-Geschäft.

Scout Motors: Erfolg mit Einschränkung

Die US-Submarke Scout Motors hat über 160.000 Reservierungen für den Traveler SUV und den Terra Pickup gesammelt. Das entspricht einem Zuwachs von rund 30.000 seit Oktober 2025.

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Die Kundenstruktur zeigt allerdings eine klare Tendenz: 87 Prozent der Reservierungen entfallen auf die Extended-Range-Version mit Benzin-Generator als Reichweitenverlängerer. Nur 13 Prozent bevorzugen das reine Elektrofahrzeug.

Scout hatte das Angebot um den Range-Extender ergänzt, nachdem das Wachstum bei reinen E-Fahrzeugen in den USA stagnierte. Der Wegfall von Bundessteuergutschriften belastet den Markt zusätzlich.

Die Produktion startet voraussichtlich 2028 in South Carolina – ein Jahr später als ursprünglich geplant. Zwei Volkswagen-Händler haben zudem eine Sammelklage eingereicht, weil Scout-Fahrzeuge direkt online verkauft werden.

Jahreszahlen am 10. März im Fokus

Volkswagen veröffentlicht am 10. März den Jahresbericht 2025. Der automobile Netto-Cashflow lag 2025 bei rund 6 Milliarden Euro und übertraf damit leicht die internen Prognosen.

Die globalen Auslieferungen gingen 2024 um 1,4 Prozent auf 4,8 Millionen Fahrzeuge zurück. Besonders der China-Rückgang um 8,3 Prozent auf 2,2 Millionen Einheiten belastete. In Nordamerika legten die Auslieferungen hingegen um 18,4 Prozent auf über 592.000 Fahrzeuge zu.

Die Vorzugsaktie notierte am Freitag bei 90,32 Euro und verlor damit in den vergangenen sieben Tagen knapp 11 Prozent. Seit Jahresbeginn beträgt das Minus rund 15 Prozent.

Neben den Zahlen dürfte der Ausblick für 2026 entscheidend für die Anlegerstimmung sein. Am 18. Juni stimmen die Aktionäre auf der Hauptversammlung über die Dividende für 2025 ab.

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