Am heutigen Mittwoch übernimmt René Reif die operative Führung der konzerneigenen Batterietochter PowerCo SE. Der Wechsel auf dem Posten des Chief Operations Officer (COO) fällt in eine entscheidende Phase für den Wolfsburger Autobauer. Während die Gewinne auf Konzernebene zuletzt massiv einbrachen, muss die neue Führungsebene nun beweisen, dass die milliardenschwere Transformation zur Elektromobilität kosteneffizient gelingt.

Gigafabrik im Härtetest

Reif, der zuvor drei Jahrzehnte in leitenden Produktionsfunktionen bei Daimler verbrachte und zuletzt den Aufbau der kanadischen PowerCo-Fabrik verantwortete, folgt auf Sebastian Wolf. Seine vordringlichste Aufgabe ist der Hochlauf der ersten Gigafabrik in Salzgitter. Im Verlauf des Jahres 2026 soll die Zellproduktion dort schrittweise auf 20 Gigawattstunden steigen. Diese Kapazität reicht für rund 250.000 Elektrofahrzeuge und ist fest für kommende Kleinwagen-Modelle wie den VW ID. Polo und den Cupra Raval eingeplant.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Volkswagen?

Kampf um die Margen

Die strategische Bedeutung der Batterietochter lässt sich direkt an den Baukosten eines Elektroautos ablesen: 30 bis 40 Prozent entfallen allein auf den Energiespeicher. Mit einer skalierbaren Einheitszelle, die künftig bis zu 80 Prozent aller E-Modelle des Konzerns abdecken soll, will Volkswagen die Produktionskosten spürbar senken und die technologische Abhängigkeit von asiatischen Zulieferern reduzieren.

Diese Effizienzsteigerung ist dringend nötig, da sich das Marktumfeld angesichts von US-Strafzöllen und internen Umstrukturierungskosten bei Porsche äußerst herausfordernd präsentiert. Der Nettogewinn des Konzerns fiel 2025 von 12,4 auf 6,9 Milliarden Euro. Auch an der Börse spiegelt sich diese Belastung wider: Mit einem Jahresverlust von 17,25 Prozent notiert das Papier bei 87,80 Euro und bewegt sich damit in greifbarer Nähe zu seinem 52-Wochen-Tief.

Für das laufende Jahr peilt der Autohersteller eine operative Marge von 4,0 bis 5,5 Prozent an. Ob dieses Ziel erreichbar bleibt, hängt maßgeblich davon ab, ob der neue PowerCo-COO die ambitionierte Hochlaufkurve in Salzgitter sowie die für 2026 und 2027 geplanten Eröffnungen der standardisierten Folge-Fabriken in Valencia und St. Thomas im Zeitplan hält.

Volkswagen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Volkswagen-Analyse vom 01. April liefert die Antwort:

Die neusten Volkswagen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Volkswagen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Volkswagen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...