Telecom Italia ordnet seine Mobilfunk-Infrastruktur grundlegend neu. Der Konzern hat entschieden, die Zusammenarbeit mit dem Turmbetreiber Inwit über das Jahr 2030 hinaus nicht zu verlängern. Damit setzt das Unternehmen auf mehr Eigenständigkeit und Kosteneffizienz beim Ausbau des 5G-Netzes.

Milliarden-Vertrag vor dem Aus

Der Verwaltungsrat von Telecom Italia gab am vergangenen Sonntag bekannt, den bestehenden Vertrag mit Inwit nach dessen Ablauf im August 2030 auslaufen zu lassen. Zwischen 2026 und 2030 hat dieser Kontrakt ein geschätztes Volumen von rund zwei Milliarden Euro. Telecom Italia möchte das freiwerdende Kapital künftig gezielter in die eigene 5G-Infrastruktur und neue Standorte investieren. Inwit reagierte prompt und zweifelt die rechtliche Grundlage der Kündigung an, da das Unternehmen seine über 26.000 Türme als unverzichtbare nationale Infrastruktur ansieht.

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Allianz für den Netzausbau

Hinter der Entscheidung steht ein breiterer Trend in der Branche. Auch Fastweb und Vodafone haben ihre Verträge mit Inwit bereits zum März 2028 gekündigt. Stattdessen haben Telecom Italia und die Swisscom-Tochter Fastweb+Vodafone ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Dieses Joint Venture plant den Bau von bis zu 6.000 neuen Mobilfunkstandorten in Italien. Ziel ist es, flexiblere und kostengünstigere Lösungen zu schaffen, ohne die Netzstabilität zu gefährden.

An der Börse notiert die Aktie aktuell bei 0,60 Euro und damit rund neun Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Trotz der langfristigen Unsicherheiten durch den Strategiewechsel weist der Titel seit Jahresbeginn ein Plus von über 18 Prozent auf.

In den kommenden Monaten stehen Verhandlungen zwischen Telecom Italia und Inwit über einen mehrjährigen Migrationsplan an. Dieser soll einen reibungslosen Übergang nach Vertragsende sicherstellen. Die Neuausrichtung verdeutlicht den enormen Investitionsdruck durch moderne Technologien wie 5G, der europäische Telekomanbieter zu einer strikten Optimierung ihrer Betriebsausgaben zwingt.

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