Volkswagen hat überraschend starke Finanzkennzahlen vorgelegt – und zündet gleichzeitig eine Modelloffensive in China. Der Konzern übertrifft seine eigenen Prognosen deutlich und startet mit 20 neuen Elektromodellen den Gegenangriff im wichtigsten Automarkt der Welt.

Die wichtigsten Fakten:
- Netto-Cashflow im Automobilbereich bei 6 Milliarden Euro statt erwarteter 0 Euro
- Netto-Liquidität über 34 Milliarden Euro (Prognose: 30 Milliarden)
- 20 neue E-Modelle allein 2026 für China geplant
- Erstes vollständig außerhalb Deutschlands entwickeltes Fahrzeug startet

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Finanzielle Stärke überrascht

Die am 21. Januar veröffentlichten vorläufigen Zahlen für 2025 zeigen: Volkswagen steht solider da als gedacht. Der Netto-Cashflow im Automobilbereich erreichte rund 6 Milliarden Euro – ein deutlicher Sprung gegenüber den 5 Milliarden Euro im Vorjahr und weit entfernt von der ursprünglichen Prognose nahe null.

Die Netto-Liquidität kletterte bis Ende Dezember auf über 34 Milliarden Euro. Verantwortlich für die positive Abweichung sind laut Unternehmen geringeres Working Capital und niedrigere Investitionen als ursprünglich geplant. Die Investitionsquote lag bei rund 12 Prozent des Umsatzes.

Radikaler Kurswechsel in China

In China schlägt Volkswagen einen neuen Weg ein. Der Konzern bringt 2026 zwanzig neue Elektromodelle auf den Markt – ein beispielloser Produktschub. Der ID.Unyx 07 markiert dabei einen Bruch mit 88 Jahren Unternehmensgeschichte: Erstmals wurde ein Fahrzeug vollständig außerhalb Deutschlands entwickelt und produziert.

Die Entwicklung in der Volkswagen Group China Technology Company (VCTC) in Hefei dauerte nur 13 Monate. Möglich wurde dies durch weitreichende unternehmerische Freiheiten vor Ort. Entscheidungen fallen in „China Speed" – ohne lange Abstimmungswege nach Wolfsburg. Die Markteinführung ist für das erste Halbjahr 2026 geplant.

Rückruf trübt das Bild

In den USA läuft seit 28. Januar ein Rückruf für rund 44.500 ID.4-Elektro-SUVs. Grund sind Batterieprobleme mit erhöhtem Brandrisiko. Die Aktion zeigt die anhaltenden Herausforderungen bei der Qualitätssicherung in der Elektromobilität.

Die Volkswagen-Aktie notiert aktuell bei 103,05 Euro und liegt damit knapp unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Minus von gut 3 Prozent.

Entscheidende Monate stehen bevor

Die China-Offensive ist riskant, aber notwendig. Mit der finanziellen Basis von 34 Milliarden Euro Liquidität hat Volkswagen den Spielraum für diesen Umbau. Am 10. März folgen die finalen Geschäftszahlen und die Jahrespressekonferenz – dann wird sich zeigen, ob das Management die gewonnene Flexibilität auch strategisch nutzen kann.

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