Voestalpine Aktie: Verdoppelung!
Die Voestalpine Aktie hat binnen Jahresfrist eine Performance von über 100 Prozent hingelegt und notiert bei rund 38 Euro nahe dem 52-Wochen-Hoch. Treiber sind neue EU-Handelsschutzmaßnahmen, die europäischen Stahlproduzenten Rückenwind verschaffen. Doch wie nachhaltig ist die Rally?
Die wichtigsten Faktoren:
- CBAM-Mechanismus: Seit 1. Januar 2026 müssen Importeure von Stahl CO2-Zertifikate zum EU-Preisniveau erwerben – Drittlands-Importe werden deutlich teurer
- Importquoten sinken: Ab Juli 2026 reduziert die EU die Einfuhrmengen um 50 Prozent auf 18,3 Millionen Tonnen
- Analysten bullish: JPMorgan und UBS hoben ihre Einschätzungen auf "Overweight" bzw. "Buy" an, Kursziele bis 43 Euro
Protektionismus als Kurstreiber
Das Carbon Border Adjustment Mechanism der EU entfaltet seine volle Wirkung. Stahlimporte aus Ländern mit niedrigeren CO2-Preisen werden mit Abgaben belegt, die dem europäischen Niveau entsprechen. Für Voestalpine bedeutet das: weniger Preisdruck durch billige Konkurrenz aus Asien oder anderen Regionen. Die ab Juli geplante Halbierung der Importquoten verstärkt diesen Effekt zusätzlich.
Analysten erwarten, dass die protektionistischen Maßnahmen die Stahlpreise stabilisieren und die Margen europäischer Hersteller verbessern. JPMorgan hob das Kursziel auf 40,60 Euro an, UBS sieht sogar 43 Euro als realistisch – bei einem aktuellen Kurs von 38 Euro läge weiteres Aufwärtspotenzial von bis zu 13 Prozent.
Solide Bilanz trotz Gegenwind
Im ersten Halbjahr 2025/26 (April bis September 2025) erzielte Voestalpine einen Umsatz von 7,6 Milliarden Euro – ein Rückgang von 5,6 Prozent. Das EBITDA stieg jedoch leicht auf 722 Millionen Euro, der Gewinn nach Steuern kletterte um 8,6 Prozent auf 199 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung sank auf 1,5 Milliarden Euro, der Verschuldungsgrad erreichte mit 19,5 Prozent den niedrigsten Stand seit 2006/07.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Voestalpine?
Kennzahlen im Überblick:
- Marktkapitalisierung: 6,5 Milliarden Euro
- KGV: 34,15
- KBV: 0,89
- Free Cashflow: 296 Millionen Euro
Parallel läuft allerdings ein Restrukturierungsprogramm. Der Konzern streicht etwa 340 Stellen und reduziert Schichtbetriebe an den Standorten Kindberg und Mürzzuschlag. Die US-Zölle belasten das Rohrgeschäft, die Mitarbeiterzahl sank um 4,1 Prozent auf 49.600.
Automobilsektor als Hebel
Rund 40 Prozent des Umsatzes der Stahldivision stammen aus der Automobilindustrie. In den laufenden Jahresvertragsverhandlungen mit Herstellern könnten erstmals seit zwei Jahren Preiserhöhungen durchgesetzt werden. Branchenkenner schätzen mögliche Aufschläge auf etwa 100 Euro pro Tonne – ein nicht zu unterschätzender Hebel für die Profitabilität.
Der Vorstand bestätigte die Prognose für das Geschäftsjahr 2025/26 mit einem erwarteten EBITDA zwischen 1,40 und 1,55 Milliarden Euro. Am 11. Februar 2026 folgen die nächsten Quartalszahlen – dann wird sich zeigen, ob sich die positiven Effekte der EU-Maßnahmen bereits in den Zahlen niederschlagen.
Voestalpine-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Voestalpine-Analyse vom 6. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Voestalpine-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Voestalpine-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Voestalpine: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








