Anleger gehen massiv in Vorleistung. Unmittelbar vor der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse am morgigen Mittwoch klettert die Voestalpine-Aktie auf ein neues 52-Wochen-Hoch. Die Marktteilnehmer spekulieren auf eine positive Überraschung, doch rechtfertigen die fundamentalen Prognosen diesen Optimismus wirklich?

Gewinnsprung erwartet

Einen Tag vor der Präsentation der Geschäftszahlen für die ersten neun Monate zeigt sich der österreichische Stahlkonzern in Bestform. Der Kurs durchbrach am Dienstag die Marke von 43 Euro und markierte damit einen neuen Höchststand. Analysten liefern für diese Zuversicht fundamentale Argumente: Für das abgelaufene Quartal rechnen Experten mit einem deutlichen Gewinnanstieg.

Der Marktkonsens prognostiziert ein Ergebnis je Aktie (EPS) von 0,36 Euro. Dies wäre fast eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahreswert von 0,13 Euro. Bemerkenswert ist dabei, dass dieser Ertragssprung bei voraussichtlich sinkenden Umsätzen gelingen soll. Die Schätzungen gehen von Erlösen in Höhe von 3,58 Milliarden Euro aus, was einem Rückgang von rund 3,1 Prozent entspräche. Investoren honorieren hier offensichtlich die Effizienzmaßnahmen und die verbesserte Margenqualität des Konzerns.

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Zusätzlichen Schub erhält die Aktie durch den strategischen Umbau. Der Ende Januar abgeschlossene Verkauf der Tochtergesellschaft Böhler Profil an den US-Konzern Kadant wird von Marktbeobachtern als konsequenter Schritt zur Portfolio-Optimierung gewertet.

Diese Neuausrichtung spiegelt sich auch in den Bewertungen der Analysten wider. Die Deutsche Bank sieht weiteres Potenzial und hat ihr Kursziel auf 48 Euro angehoben. Die UBS zeigt sich etwas zurückhaltender, bestätigte aber ihr Ziel von 43 Euro – ein Niveau, das die Aktie nun erreicht hat. Nach einer Verdopplung des Kurswertes auf Sicht von zwölf Monaten ist die Erwartungshaltung an den Vorstand nun extrem hoch.

Am morgigen Mittwoch, den 11. Februar, müssen die realen Zahlen die Vorschusslorbeeren bestätigen. Liefert das Management den erwarteten Gewinnsprung und einen stabilen Ausblick, könnte der Ausbruch über 43 Euro nachhaltig untermauert werden. Bei einer Enttäuschung hingegen ist das Rückschlagspotenzial nach der jüngsten Rallye entsprechend groß.

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