Der Verpackungsspezialist befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Neue Führung, strategische Abspaltungen und eine gewichtige Übernahme prägen das Bild. Am 26. Februar 2026 müssen die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 beweisen, ob der radikale Umbau erste Früchte trägt oder die operative Schwäche im Kerngeschäft weiter dominiert.

Licht und Schatten in der Bilanz

Die nackten Zahlen erzählen derzeit zwei unterschiedliche Geschichten. Auf den ersten Blick sorgt die Konsolidierung der italienischen Bormioli Pharma für Wachstum: In den ersten neun Monaten 2025 kletterte der Umsatz um 14,6 Prozent auf über 1,68 Milliarden Euro. Doch dieser anorganische Zuwachs verdeckt operative Risse.

Organisch kämpft das Unternehmen mit Gegenwind. Die Prognose musste im Oktober gesenkt werden, das Management erwartet einen organischen Umsatzrückgang von zwei bis vier Prozent. Insbesondere die Bereiche Kosmetik und Oral Liquids schwächeln aufgrund gedämpfter Nachfrage. Die bereinigte EBITDA-Marge soll zwischen 18,5 und 19 Prozent landen – ein Wert, der die Notwendigkeit des eingeleiteten Transformationsprogramms unterstreicht.

Fokus auf High-Tech und Effizienz

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Unter dem Interims-CEO Uwe Röhrhoff, der die Führung im Herbst 2025 übernahm, treibt der Konzern die Bereinigung des Portfolios voran. Das klassische Moulded-Glass-Geschäft (Behälterglas) wird ab diesem Jahr als eigenständige Einheit geführt, um einen Verkauf vorzubereiten. Dieser Schritt soll Gerresheimer als reinen Systemanbieter für die Pharma- und Biotech-Industrie positionieren.

Gleichzeitig soll ein Sparprogramm die Profitabilität sichern. Selektivere Investitionen und eine Optimierung des globalen Produktionsnetzwerks stehen auf der Agenda. Hoffnungsträger bleibt die Sparte Plastics & Devices: Getrieben durch den Boom bei Biologika und GLP-1-Therapien (Abnehmspritzen) konnte dieses Segment in den ersten neun Monaten 2025 organisch um 2,6 Prozent zulegen.

Der Geschäftsbericht am 26. Februar wird zeigen, wie weit die Vorbereitungen für den Glass-Verkauf gediehen sind und ob die Integration von Bormioli die erhofften Synergien liefert. Für die Investoren ist dieser Termin entscheidend, um die Erfolgsaussichten der neuen Strategie für 2026 realistisch einzuschätzen.

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