Die Aktie von Viking Therapeutics gerät diese Woche deutlich unter Druck, obwohl das Unternehmen gleich mehrere positive klinische Meldungen vorgelegt hat. Der Kursverlust von mehr als 8 % in einer Sitzung steht damit im Kontrast zum operativen Fortschritt, vor allem beim wichtigen Adipositas-Projekt VK2735. Im Hintergrund belasten branchenweite Gegenwinde im Biotech-Sektor die Stimmung.

Woran liegt der Abstand zwischen klinischem Momentum und Kursentwicklung?

Aktie unter Druck, Sektor schwach

Seit Jahresbeginn ist der Kurs von rund 35,42 US-Dollar auf aktuell etwa 30,69 US-Dollar gefallen. Das entspricht einem Rückgang von mehr als 13 % seit Jahresstart. Gleichzeitig liegt das Handelsvolumen klar über dem Durchschnitt von 2,08 Millionen Aktien, was auf eine erhöhte Aktivität und teils nervöse Verkäufe hindeutet.

Zentrale Kennzahlen im Überblick:

  • Marktkapitalisierung: ca. 3,6 Mrd. US-Dollar
  • 52-Wochen-Spanne: 18,92 – 43,55 US-Dollar
  • Performance seit Jahresbeginn: etwa -8 % bis -13 %
  • 1-Monats-Performance: rund -16 %

Trotz der Schwäche notiert der Titel im Mittelfeld seiner 52-Wochen-Spanne und weiterhin oberhalb der 200-Tage-Linie.

Starke Phase-2-Daten zu VK2735

Am 12. Januar meldete Viking die Veröffentlichung der Phase-2-VENTURE-Studie in der Fachzeitschrift Obesity, dem Journal der Obesity Society. Untersucht wurde VK2735, ein dualer GLP‑1/GIP‑Rezeptoragonist zur Behandlung von Adipositas.

Die Ergebnisse im Überblick:

  • Gewichtsreduktion von bis zu 14,7 % gegenüber dem Ausgangswert nach 13 Wochen
  • Kein Plateau bei der Gewichtsabnahme innerhalb des Beobachtungszeitraums
  • Statistisch signifikante Verringerung des mittleren Körpergewichts
  • Nebenwirkungen überwiegend leicht bis moderat
  • Abbruchraten vergleichbar mit Placebo

Damit bleibt die klinische Basis für das laufende Phase‑3‑Programm VANQUISH stabil. Unternehmenschef Brian Lian verwies darauf, dass VANQUISH‑1 bereits vor dem ursprünglichen Zeitplan überzeichnet worden ist.

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Erhaltungsdosis-Studie voll rekrutiert

Bereits am 8. Januar hatte Viking den Abschluss der Patientenrekrutierung für eine explorative Erhaltungsdosis-Studie bekannt gegeben. In dieser Phase‑1‑Untersuchung wurden rund 180 Erwachsene eingeschlossen.

Untersucht werden verschiedene Regime:

  • Monatliche subkutane Injektionen
  • Wöchentliche orale Formulierungen
  • Tägliche orale Einnahme

Ziel ist es, geeignete langfristige Dosierungsstrategien nach einer initialen Gewichtsabnahme zu definieren. Das Thema Erhaltungsdosis gilt als zentral, um Therapietreue und nachhaltige gesundheitliche Effekte zu sichern.

Kommerzielle Aufstellung verstärkt

Am 7. Januar meldete Viking zudem die Ernennung von Neil Aubuchon zum Chief Commercial Officer. Er verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung in globaler Kommerzialisierung und Marketing. Die Personalie unterstreicht, dass das Unternehmen sich organisatorisch auf mögliche Markteinführungen vorbereitet.

Phase-3-Programm kommt zügig voran

Das registrierungsrelevante VANQUISH-Phase‑3‑Programm mit VK2735 macht Fortschritte:

  • VANQUISH‑1: Rekrutierung von rund 4.650 Erwachsenen mit Adipositas oder Übergewicht und Begleiterkrankungen abgeschlossen
  • VANQUISH‑2: Abschluss der Rekrutierung im ersten Quartal erwartet, Zielgröße etwa 1.100 Erwachsene mit Typ‑2‑Diabetes

Beide Studien sind randomisiert, doppelblind und placebokontrolliert. Über 78 Wochen werden wöchentliche subkutane Dosen von 7,5 mg, 12,5 mg und 17,5 mg getestet.

Analysteneinschätzungen und Wettbewerb

Trotz der jüngsten Kursschwäche bleibt die Einschätzung an der Wall Street überwiegend positiv. Der durchschnittliche Analystenkonsens sieht Kursziele im Bereich von etwa 87 bis 93 US-Dollar und damit deutlich oberhalb des aktuellen Niveaus. Zu den jüngeren Einschätzungen zählt eine Bewertung von Canaccord Genuity aus November, die das Rating „Buy“ bestätigte und das Kursziel leicht von 106 auf 107 US-Dollar anhob.

Gleichzeitig bleibt das Umfeld im Markt für Adipositastherapien anspruchsvoll. Mit Novo Nordisk und Eli Lilly dominieren zwei große Pharmakonzerne den Bereich. Vikings Ansatz, sowohl subkutane als auch orale Formulierungen auf Basis desselben Wirkstoffs zu entwickeln, bietet jedoch die Chance auf mehr Flexibilität bei der Behandlung und könnte die Therapietreue der Patienten unterstützen.

Für die weitere Entwicklung sind vor allem die Fortschritte bei VANQUISH‑1 und VANQUISH‑2 sowie die Auswertung der Erhaltungsdosis-Studie entscheidend, da sie die klinische Positionierung von VK2735 im Wettbewerbsumfeld und das kommerzielle Potenzial konkretisieren werden.

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