Bitterer Rückschlag für das Spezialimpfstoff-Unternehmen: Valneva zieht die Reißleine und nimmt die Zulassungsanträge für seinen Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ in den USA vom Markt. Auslöser ist eine harte Maßnahme der US-Gesundheitsbehörde FDA, die nach einem schwerwiegenden Sicherheitsvorfall sämtliche klinische Studien gestoppt hat. Für Anleger stellt sich nun die dringende Frage: Wie verkraftet die Aktie diesen fundamentalen Einschnitt in die Kommerzialisierungsstrategie?

Die aktuelle Lage im Überblick:
* Totaler Rückzug: Valneva hat den Zulassungsantrag (BLA) und den Studienantrag (IND) für IXCHIQ in den USA freiwillig zurückgezogen.
* Clinical Hold: Die FDA untersagt wegen eines schwerwiegenden unerwünschten Ereignisses (SAE) alle weiteren klinischen Impfungen.
* Lizenzverlust: Bereits im August 2025 wurde die Lizenz suspendiert, nun folgt das faktische Aus auf unbestimmte Zeit.

Regulatorisches Desaster

Der Schritt markiert eine drastische Eskalation der regulatorischen Probleme auf dem wichtigsten Pharmamarkt der Welt. Nachdem die FDA die Lizenz bereits im vergangenen Jahr ausgesetzt hatte, führte das neu gemeldete Sicherheitsereignis nun zum sogenannten "Clinical Hold". Dies ist eines der schärfsten Instrumente der Aufsichtsbehörde und bedeutet den sofortigen Stopp aller klinischen Aktivitäten am Menschen mit diesem Wirkstoff.

Für Valneva bricht damit die Perspektive auf Einnahmen durch IXCHIQ in den USA vorerst weg. Die Entscheidung, die Anträge selbst zurückzuziehen, ist die logische Konsequenz aus dem behördlichen Druck. Ohne die Möglichkeit, weitere Daten zu erheben oder die Sicherheitsbedenken kurzfristig auszuräumen, ist der kommerzielle Weg für dieses Produkt blockiert.

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Extreme Volatilität beherrscht den Kurs

Die Märkte reagierten prompt auf die Hiobsbotschaft. Die Aktie, die gestern bei 4,22 Euro schloss, steht exemplarisch für die hohe Nervosität der Investoren. Mit einer annualisierten Volatilität von über 90 Prozent zeigt sich, wie unsicher die Marktteilnehmer die Zukunft des Unternehmens derzeit einschätzen.

Der RSI-Indikator (Relative Strength Index) ist mit einem Wert von 18,9 tief in den überverkauften Bereich gerutscht, was den massiven Abgabedruck der letzten Tage unterstreicht. Charttechnisch hat sich das Bild damit deutlich eingetrübt, der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 5,16 Euro hat sich schlagartig vergrößert.

Alles hängt jetzt an Pfizer

Durch das Wegbrechen des US-Chikungunya-Geschäfts verengt sich der Fokus der Anleger nun fast ausschließlich auf das verbleibende Großprojekt: den Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA15. Dieses Programm, das gemeinsam mit dem US-Pharmariesen Pfizer vorangetrieben wird, ist nun der entscheidende Anker für die Bewertung des Unternehmens.

Valneva steht damit unter erheblichem Zugzwang. Die Veröffentlichung der Phase-3-Studiendaten für VLA15 wird noch für das erste Halbjahr 2026 erwartet. Positive Ergebnisse könnten den aktuellen Rückschlag kompensieren und das Vertrauen zurückbringen. Sollten jedoch auch hier Probleme auftreten, würde das die Investment-Story in ihren Grundfesten erschüttern. Die kommenden Monate bis zur Datenveröffentlichung entscheiden über die mittelfristige Zukunft des Unternehmens.

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