Statt Euphorie herrscht Katerstimmung. Obwohl der Impfstoffspezialist jüngst positive klinische Daten lieferte, strafte der Markt das Papier zum Wochenausklang gnadenlos ab. Anleger fragen sich entsetzt: Warum flüchten Investoren, wenn die Forschung doch Fortschritte macht? Die Antwort ist eine brisante Mischung aus Gewinnmitnahmen und harten Sparmaßnahmen, die tief blicken lassen.

Harte Einschnitte: Standort wird dichtgemacht

Was als Triumph geplant war, endete in einem klassischen „Sell-the-News“-Szenario. Die Phase-2-Daten für den gemeinsam mit Pfizer entwickelten Borreliose-Impfstoff VLA15 überzeugten zwar wissenschaftlich, doch an der Börse reichte das nicht. Das Papier rutschte am Freitag um fast 7 Prozent ab und kämpft nun um die psychologisch wichtige Marke von 4,00 Euro.

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Doch der Kursrutsch hat tiefere Gründe als reine Gewinnmitnahmen. Das Management zieht die Reißleine und verordnet dem Unternehmen einen strikten Sparkurs. Konkret bedeutet das:
* Standortschließung: Der Betrieb in Nantes wird aufgegeben.
* Stellenabbau: Rund 30 Positionen fallen der Maßnahme zum Opfer.
* Zentralisierung: Forschung und Entwicklung werden künftig in Wien und Lyon gebündelt, um die Fixkosten drastisch zu senken.

Der Markt wertet dies ambivalent. Einerseits ist die „Cash Preservation“ ein notwendiger Schritt zur Effizienzsteigerung, andererseits wirkt die Härte der Maßnahmen wie ein Warnsignal für den Ernst der finanziellen Lage.

Warten auf den Befreiungsschlag

Ein Blick in die Bücher offenbart, warum die Nervosität so groß ist. Die finanzielle Brücke bis zur Profitabilität ist schmal und muss halten, bis kommerzielle Erfolge – vor allem durch den Borreliose-Impfstoff oder das Chikungunya-Vakzin – greifen. Die Neun-Monats-Zahlen sprechen eine deutliche Sprache:

  • Hoher Verlust: Ein Nettoverlust von 65,2 Millionen Euro belastet die Bilanz.
  • Cash Burn: Der operative Mittelabfluss lag bei 28,4 Millionen Euro.
  • Technisch überverkauft: Mit einem RSI von nur 18,9 signalisiert der Markt mittlerweile eine extreme Übertreibung nach unten.

Trotz einer noch soliden Cash-Position von gut 143 Millionen Euro zwingt der laufende Verlust zum Handeln. Das Schicksal des Unternehmens liegt nun weitgehend in den Händen des Partners Pfizer und der laufenden Phase-3-Studie „VALOR“. Anleger fordern derzeit keine Visionen mehr, sondern Kostendisziplin und harte Fakten. Der jüngste Absturz macht unmissverständlich klar: Weitere Verzögerungen kann sich das Biotech-Unternehmen nicht leisten.

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