UnitedHealth Aktie: Harte Schrumpfkur
UnitedHealth meldete für das vierte Quartal zwar steigende Umsätze, doch unter der Oberfläche sieht es düster aus. Der operative Gewinn brach massiv ein, und der Gesundheitsriese zieht nun die Reißleine. Für 2026 steht statt Wachstum eine strategische Neuausrichtung auf dem Plan, bei der Millionen Mitglieder weichen müssen, um die Margen zu retten.
Gewinneinbruch trotz Umsatzplus
Die aktuellen Zahlen verdeutlichen das Dilemma des Konzerns: Während der Umsatz im vierten Quartal 2025 um 12,3 Prozent auf 113,2 Milliarden Dollar kletterte, schmolz die Profitabilität dahin. Der verwässerte Gewinn je Aktie kollabierte auf lediglich 0,01 Dollar. Bereinigt lag der Gewinn mit 2,11 Dollar zwar im Rahmen der Erwartungen, doch die Richtung ist besorgniserregend.
Verantwortlich für den Druck auf die Margen ist vor allem die steigende Medical Care Ratio (MCR), die im Gesamtjahr auf 89,1 Prozent kletterte. Diese Kennzahl gibt an, welcher Anteil der Prämieneinnahmen direkt für medizinische Behandlungen ausgegeben werden muss. Ein steigender Wert signalisiert höhere Kosten, die den Gewinn auffressen.
Radikaler Umbau für 2026
Als Reaktion auf die sinkende Profitabilität und den Kursverlust von über 46 Prozent in den letzten zwölf Monaten kündigte das Management einen Strategiewechsel an. Das Unternehmen plant eine bewusste Verkleinerung ("Right-Sizing"). Für das Jahr 2026 wird ein Umsatzrückgang auf rund 439 Milliarden Dollar prognostiziert – ein ungewöhnlicher Schritt für einen Wachstumswert.
Dieser Rückgang ist die Folge einer gezielten Trennung von unrentablen Geschäften. UnitedHealth erwartet, zwischen 1,3 und 1,4 Millionen Mitglieder im Medicare-Advantage-Bereich sowie bis zu 715.000 Medicaid-Kunden zu verlieren. Ziel ist es, durch den Verzicht auf Umsatz die Marge zu stabilisieren.
Zusätzlicher Gegenwind kommt von der Regulierungsseite. Die US-Behörde CMS schlug zuletzt nur minimale Erhöhungen der Zahlungsraten für private Medicare-Advantage-Pläne vor, was deutlich unter den Hoffnungen der Analysten lag und die gesamte Branche unter Druck setzt.
Trotz des geplanten Umsatzschwunds stellt das Management für 2026 einen bereinigten Gewinn je Aktie von über 17,75 Dollar in Aussicht. Der Erfolg dieser Strategie hängt nun davon ab, ob die Kostensenkungen schnell genug greifen, um den Wegfall der Mitgliederbasis zu kompensieren.
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