Fraport Aktie: Russland-Kapitel beendet
Sieben Jahre lang verzeichnete Fraport einen negativen Cashflow – 2025 markiert das Ende dieser Durststrecke. Mit einem freien Cashflow von 24,4 Millionen Euro liefert der Flughafenbetreiber erstmals seit 2018 wieder ein positives Ergebnis in dieser Schlüsselkategorie. Der operative Motor läuft wieder.
Passagierrekord treibt Umsatz
Hinter der finanziellen Erholung steht ein deutliches Plus im Flugverkehr. Mit 184 Millionen Fluggästen hat der Konzern das Vor-Corona-Niveau von 2019 leicht übertroffen. Dieser Zuwachs schlug sich direkt in den Büchern nieder: Der bereinigte Umsatz stieg um 8,2 Prozent auf 4,21 Milliarden Euro. Auch das operative Ergebnis (EBITDA) legte zweistellig auf 1,44 Milliarden Euro zu.
Ungeachtet dieser operativen Fortschritte gab die Aktie am Freitag um 2,80 Prozent auf 72,85 Euro nach. Marktteilnehmer blickten dabei kritisch auf das Konzernergebnis, das mit 468,1 Millionen Euro rund 6,7 Prozent unter dem Vorjahreswert lag. Gleichzeitig plant das Unternehmen eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vorzuschlagen, was nach der langen Investitionsphase ein Signal der Stabilität an die Anteilseigner sendet.
Strategischer Rückzug und Entschuldung
Ein wesentlicher Faktor für die künftige Risikobewertung ist der vollständige Rückzug aus Russland. Fraport hat den Verkauf seiner 25-prozentigen Beteiligung am Flughafen Pulkovo in St. Petersburg an einen Investor aus dem Nahen Osten abgeschlossen. CEO Stefan Schulte sieht darin einen notwendigen Schritt, um geopolitische Unsicherheiten zu eliminieren und die Interessen der Aktionäre zu wahren.
Die Bilanzstruktur zeigt ebenfalls erste Entlastungserscheinungen. Das Verhältnis der Netto-Finanzschulden zum EBITDA sank von 6,4 auf 5,7. Diese Entschuldung ist essenziell, um den finanziellen Spielraum für künftige Projekte zu sichern, während die Aktie seit Jahresbeginn ein moderates Plus von 3,55 Prozent hält.
Für das Geschäftsjahr 2026 peilt das Management ein Konzern-EBITDA von bis zu 1,5 Milliarden Euro an. Das Erreichen des angestrebten Passagieraufkommens von bis zu 195 Millionen Fluggästen wird maßgeblich bestimmen, ob Fraport den positiven Cashflow-Trend in einem volatilen Marktumfeld festigen kann.
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