Uniper Aktie: Dividende nach vier Jahren
Vier Jahre nach dem staatlichen Rettungspaket schüttet Uniper erstmals wieder eine Dividende aus. Das ist mehr als eine buchhalterische Randnotiz – es markiert den Beginn eines neuen Kapitels für den Energiekonzern.
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung eine Ausschüttung von 72 Cent je Aktie vor, insgesamt rund 300 Millionen Euro. Da der Bund derzeit noch gut 99 Prozent der Anteile hält, fließt der Großteil dieser Summe direkt in die Staatskasse. Eine gewisse Ironie: Die Rettung, die Deutschland 2022 Milliarden kostete, trägt nun erstmals direkt Früchte.
Zahlen im Rahmen – aber weit unter Vorjahr
Die Ergebnisse für 2025 fielen solide aus, wenn auch deutlich moderater als im außergewöhnlich starken Vorjahr. Das bereinigte EBITDA lag bei 1,1 Milliarden Euro, gegenüber 2,6 Milliarden Euro in 2024. Der bereinigte Nettogewinn sank von 1,7 Milliarden auf 544 Millionen Euro. Uniper betonte, beide Kennzahlen hätten den eigenen Zielen entsprochen – der Rückgang war also erwartet und eingepreist.
Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem bereinigten EBITDA zwischen 1,0 und 1,3 Milliarden Euro sowie einem bereinigten Nettogewinn von 350 bis 600 Millionen Euro – im Wesentlichen eine Seitwärtsbewegung auf dem Niveau von 2025.
Reprivatisierung auf dem Weg
Der eigentlich spannende Teil liegt noch vor uns: Berlin muss seine Beteiligung bis Ende 2028 auf höchstens 25 Prozent plus eine Aktie reduzieren – EU-Auflagen aus dem Beihilfeverfahren. Ob das über einen Börsengang, einen Direktverkauf oder eine Kombination beider Wege erfolgt, ist noch offen. Die Wiederaufnahme der Dividende dürfte dabei gezielt als Signal an potenzielle Investoren verstanden werden: Uniper ist kapitalmarktfähig.
Parallel dazu investiert der Konzern bis 2030 rund fünf Milliarden Euro, davon mehr als 2,5 Milliarden in Deutschland – vor allem in neue, wasserstofffähige Gaskraftwerke an zwei Standorten. Das passt zur politischen Richtung, erzeugt aber auch Gesprächsstoff: Uniper hat gleichzeitig für seinen Gasspeicher in Breitbrunn eine Stilllegung bei der Bundesnetzagentur beantragt. Bayern reagiert darauf mit scharfer Kritik und fordert den Erhalt aller Speicherstandorte sowie eine nationale Gasreserve für drei Monate. Wirtschaftsminister Aiwanger drängt die Bundesregierung, die Befüllung der aktuell nur noch zu rund 20 Prozent gefüllten Speicher unverzüglich anzugehen.
Für Uniper ist die Dividendenrückkehr ein klares Signal der Stabilisierung. Die Reprivatisierung wird zeigen, zu welchem Preis der Markt diese Stabilität bewertet.
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