Under Armour geht ein riskantes Spiel mit seinen Schulden ein – und die Investoren zeigen sich skeptisch. Der Sportartikelhersteller tauscht kurzfristige Verbindlichkeiten gegen teure Langfristkredite, während gleichzeitig die Ratingagenturen Alarm schlagen. Steht das Unternehmen vor einer finanziellen Belastungsprobe?

Schulden-Tausch mit hohem Preis

Das Unternehmen hat gerade ein privates Angebot für Senior Notes im Volumen von 400 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Die neuen Anleihen laufen bis 2030 und schlagen mit einem satten Zinssatz von 7,25% zu Buche – mehr als doppelt so hoch wie die bisherigen Verbindlichkeiten.

Mit den Einnahmen will Under Armour seine 600 Millionen Dollar teuren 3,25%-Senior Notes tilgen, die bereits 2026 fällig werden. Ein klarer Fall von "Kurzfrist gegen Langfrist" – doch der Deal kommt teuer:

  • Zinslast steigt massiv: Von 3,25% auf 7,25% bei den neuen Anleihen
  • Längere Laufzeit: Fälligkeit erst 2030 statt 2026
  • Rating unter Druck: Moody's stuft bereits auf Ba3 herab

Finanzielle Belastung nimmt zu

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Die Refinanzierung kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Moody's hat erst kürzlich das Kreditrating von Under Armour auf "Ba3" mit negativem Ausblick herabgestuft. Als Gründe nannte die Agentur sinkende Erwartungen an die Unternehmensgewinne und potenziell steigende Zollkosten.

Die Aktie, die seit Jahresanfang bereits über 20% an Wert verloren hat, kämpft sichtlich mit den Sorgen der Anleger. Der Schuldentausch mag kurzfristig Liquidität sichern, doch die deutlich höheren Zinszahlungen könnten die ohnehin angespannte Gewinnsituation weiter verschärfen.

Fraglich bleibt, ob Under Armour mit diesem Manöver nur Zeit kauft – oder tatsächlich die Weichen für eine nachhaltige Erholung stellt. Die Märkte scheinen ihre Zweifel zu haben.

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