UBS Aktie: Neuaufstellung läuft
Die UBS zieht einen Schlussstrich unter die Credit-Suisse-Ära. Ende März werden die IT-Systeme der geschluckten Rivalin abgeschaltet – nach jahrelangem Parallelbetrieb ein Meilenstein. Gleichzeitig verstärkt sich der Verwaltungsrat mit zwei Schwergewichten: Der ehemalige BIZ-Chef Agustín Carstens und Apples langjähriger Finanzchef Luca Maestri sollen das Gremium fit für die nächste Phase machen. Die Zahlen geben Rückenwind.
Starke Bilanz trotz Kursrückgang
Für 2025 meldete die Schweizer Großbank einen Nettogewinn von 7,8 Milliarden Dollar – ein Plus von 53 Prozent. Die verwalteten Vermögen kletterten um 15 Prozent auf über 7 Billionen Dollar. Die Dividende soll auf 1,10 Dollar steigen, ein Aktienrückkauf über 3 Milliarden Dollar ist abgeschlossen.
Trotzdem verlor die Aktie seit Jahresbeginn knapp ein Fünftel an Wert. Europäische Bankentitel stehen unter Druck – konjunkturelle Unsicherheit in der Eurozone und regulatorische Anforderungen belasten. Das höhere Zinsniveau stützt zwar die Margen, dämpft aber das Kreditgeschäft.
Verwaltungsrat mit neuer Expertise
Carstens bringt regulatorische Erfahrung aus seiner Zeit als BIZ-Generaldirektor und mexikanischer Notenbankchef mit. Maestri steuert über ein Jahrzehnt Finanzführung bei Apple bei. Beide sollen auf der Generalversammlung am 15. April gewählt werden.
Im Gegenzug scheiden drei langjährige Mitglieder aus, darunter Vizepräsident Lukas Gähwiler nach 45 Jahren im Bankensektor. Markus Ronner wurde bereits als neuer Vizepräsident nominiert.
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Integration in der Zielgeraden
Die Credit-Suisse-Fusion tritt in die finale Phase. Rund 85 Prozent der Schweizer Konten sind migriert, die IT-Abschaltung der Legacy-Systeme startet Ende März. Die Synergieziele wurden auf 13,5 Milliarden Dollar erhöht – ursprünglich waren 10,7 Milliarden angepeilt. Bis 2028 strebt das Management eine Eigenkapitalrendite von 18 Prozent und eine Cost-Income-Ratio von 67 Prozent an.
Parallel positioniert sich UBS im US-Wealth-Management neu. Die ehemalige Morgan-Stanley-Managerin Lisa Golia übernimmt ab März das Beraternetz. Zudem sicherte sich die Bank lukrative Gebührenvereinbarungen mit Private-Equity-Häusern für den Vertrieb von Evergreen-Fonds an vermögende Privatkunden – ein Geschäft, das andere große Fondsmanager ablehnten.
Entscheidende Monate voraus
Ob die vollständigen Synergien realisiert werden, hängt an der reibungslosen Umsetzung der letzten Migrationsphasen bis Jahresende. Das Management bezeichnete das Projekt als eine der komplexesten Bankintegrationen überhaupt. Die Generalversammlung Mitte April wird zeigen, ob die Aktionäre den Kurs mittragen.
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