BHP Aktie: Druck aus China
Der australische Bergbaugigant BHP sieht sich mit einer Ausweitung der Importbeschränkungen durch China konfrontiert. Ein anhaltender Vertragsstreit mit dem staatlichen Erzeinkäufer belastet die Geschäftsbeziehungen im wichtigsten Absatzmarkt für Eisenerz massiv. Während Peking seinen Hebel nutzt, forciert der Konzern den strategischen Umbau hin zu "zukunftsorientierten" Rohstoffen.
Eisenerz-Streit eskaliert
Die staatliche China Mineral Resources Group (CMRG) hat die bestehenden Einkaufsbeschränkungen für BHP-Produkte deutlich ausgeweitet. Berichten zufolge sind nun auch wichtige Kernprodukte wie Mac Fines und Newman Fines betroffen, die bisher von den Sanktionen ausgenommen waren. Händler in China wurden angewiesen, ihre Käufe bei BHP zu reduzieren.
Hintergrund dieser Eskalation ist die starke Verhandlungsposition Pekings. Die Eisenerzvorräte in den chinesischen Häfen sind in dieser Woche auf ein Rekordniveau von 163,3 Millionen Tonnen gestiegen – ein Zuwachs von über 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. BHP reagiert auf diesen Druck, indem verstärkt alternative Märkte in Südostasien beliefert werden. So stiegen die Exportanteile nach Vietnam und Indonesien zuletzt spürbar an, während die Lieferungen nach China auf ein historisches Tief fielen.
Kupfer als neuer Ertragsbringer
Inmitten der Spannungen im Eisenerzgeschäft treibt BHP den Wandel zum Kupfer-Spezialisten voran. Diese Strategie trägt bereits Früchte: In den jüngsten Halbjahreszahlen steuerte die Kupfersparte erstmals mehr als die Hälfte zum operativen Konzernergebnis (EBITDA) bei. Die Produktionsprognose für das Gesamtjahr 2026 wurde auf bis zu 2,0 Millionen Tonnen Kupfer konkretisiert.
Zudem sicherte sich der Konzern durch strategische Abkommen frisches Kapital und Marktanteile. Neben einer Beteiligung an der Faraday Copper Corp in Arizona schloss BHP ein Milliarden-Abkommen über Silberlieferungen aus der Antamina-Mine ab. Kann das Wachstum im Kupfersegment die Verluste im China-Geschäft langfristig kompensieren? Das Management setzt klar darauf, dass die Nachfrage durch die globale Energiewende die Abhängigkeit von Chinas Stahlindustrie verringern wird.
Dividende und Kursentwicklung
An der Börse spiegelte sich die jüngste Nachrichtenlage in einer erhöhten Volatilität wider. Die Aktie verlor innerhalb der letzten sieben Tage gut 13 Prozent an Wert und notiert aktuell bei 30,75 Euro. Ein wesentlicher Teil dieses Rückgangs ist jedoch technisch bedingt, da das Papier Ende letzter Woche "ex Dividende" gehandelt wurde.
Anleger, die die Aktie vor dem Stichtag hielten, haben Anspruch auf die Zwischendividende in Höhe von 0,73 US-Dollar pro Aktie. Die Auszahlung erfolgt planmäßig am 26. März 2026. Trotz des aktuellen Drucks aus China liegt der Kurs seit Jahresbeginn noch immer rund 16 Prozent im Plus.
- Schlusskurs Freitag: 30,75 €
- Change 7 Tage: -13,06%
- Change 30 Tage: 4,73%
- Seit Jahresanfang (YTD): 16,46%
- Change 12 Monate: 33,93%
- RSI (14 Tage): 37,1
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