Rocket Lab bekommt gerade vorgeführt, wie schnell gute Nachrichten von schlechten überlagert werden können. Operativ läuft das Kerngeschäft mit den Electron-Starts rund. Gleichzeitig drücken Rückschläge bei Neutron und eine Entscheidung aus Washington auf die Fantasie.

Kongress bremst Mars-Fantasie

Für Verkaufsdruck sorgte zu Wochenbeginn vor allem eine politische Absage: Der US-Kongress stellte Rocket Lab kein Geld für den vorgeschlagenen, rund 4 Milliarden US-Dollar schweren Plan bereit, Proben des Mars-Rovers Perseverance zurück zur Erde zu holen. Damit fällt ein prominentes, potenziell lukratives Projekt aus der möglichen Auftrags-Pipeline.

Wichtig dabei: Laut Bericht war diese Mars-Mission nicht als zentraler Baustein für die kurzfristigen Umsatzprognosen eingeplant. Aber genau solche „Leuchtturm“-Projekte können das Bild am Markt prägen – und wenn sie wegfallen, sinkt oft die Bewertungserwartung.

Auch am Kursbild lässt sich die Nervosität ablesen: In den vergangenen sieben Tagen verlor die Aktie 20,54% auf zuletzt 70,38 USD.

Electron liefert – und zwar im Takt

Abseits der Politik zeigt Rocket Lab im Tagesgeschäft Stärke. Ende Januar wurde der 81. Electron-Start erfolgreich abgeschlossen – der zweite geglückte Flug innerhalb von acht Tagen. Bei der Mission wurde der südkoreanische Erdbeobachtungssatellit NEONSAT-1A für das KAIST ausgesetzt. Genau diese Startfrequenz unterstreicht den Anspruch, im Markt für kleine Satelliten ein verlässlicher „Hochfrequenz“-Anbieter zu sein.

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Operative Eckpunkte aus dem Update:
- 81. Electron-Mission erfolgreich abgeschlossen
- Zwei Starts innerhalb von acht Tagen
- NEONSAT-Konstellationsbaustein für einen südkoreanischen Kunden
- Über 1.700 Missionen in kommerziellen, Verteidigungs- und Wissenschaftsprojekten unterstützt (Stand: Ende Januar)

Neutron: Fortschritt mit Delle

Beim größeren Neutron-Programm ist das Bild gemischt. Positiv: Rocket Lab lieferte das „Hungry Hippo“-System (eine eingefangene Nutzlastverkleidung) an den Startplatz in Virginia. Die Idee dahinter ist ungewöhnlich: Die Verkleidung bleibt über die gesamte Mission am Träger – ein Ansatz, der Wiederverwendbarkeit vereinfachen soll.

Gleichzeitig gab es in der Qualifikation einen klaren Dämpfer. Bei einem hydrostatischen Drucktest kam es zu einem Riss eines Tanks der ersten Stufe. Das Unternehmen ordnete das als typisches Ereignis in einer frühen Entwicklungsphase ein – es macht aber sichtbar, dass bis zur Einsatzreife noch technische Hürden zu nehmen sind. Können die Engineers das Tempo halten, ohne dass sich der Zeitplan weiter streckt? Genau darauf wird der Markt schauen.

Nächster Fixpunkt: Zahlen am 26. Februar

Am Donnerstag, den 26. Februar 2026, will Rocket Lab nach US-Börsenschluss die Zahlen für Q4 und das Gesamtjahr 2025 vorlegen; am selben Tag ist auch die Telefonkonferenz angesetzt. Im Fokus dürften dabei vor allem konkrete Updates zum Neutron-Zeitplan, der angepeilte Start-Rhythmus für 2026, die Pipeline bei Verteidigungs- und Sicherheitsaufträgen sowie die Entwicklung des Space-Systems-Segments stehen.

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