Die Telekom drückt beim Thema Künstliche Intelligenz aufs Tempo. Heute hat der Konzern in München eine „Industrial AI Cloud“ offiziell in Betrieb genommen – und setzt damit gezielt auf Industriekunden, die Rechenleistung in Deutschland wollen. Kann das Projekt der Cloud-Strategie spürbar Rückenwind geben?

Industrial AI Cloud: Das steckt dahinter

Das Rechenzentrum im Münchner Tucherpark ist ein strategischer Vorstoß in das KI-Infrastrukturgeschäft. Entstanden ist das Projekt gemeinsam mit Nvidia und SAP. Laut Telekom liegt das Gesamtinvestment bei rund 1 Milliarde Euro.

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Wichtig ist dabei die Positionierung: Die Telekom vermarktet die Anlage als „souveräne“ Alternative zu US-Cloud-Anbietern. Daten sollen physisch in Deutschland bleiben und deutschem sowie europäischem Recht unterliegen. Zur Eröffnung kamen auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
- Standort: München (Tucherpark)
- Investition: rund 1 Mrd. Euro
- Partner: Nvidia, SAP, Polarise
- Kapazität: bis zu 10.000 Nvidia-Blackwell-GPUs
- Status: seit heute in Betrieb
- Auslastung: laut Unternehmen bereits über ein Drittel

Erste Kunden, schnelle Umsetzung – und ein Wärmenetz als Bonus

Nach Konzernangaben nutzen bereits erste Kunden die Rechenkapazitäten. Genannt werden Agile Robots sowie PhysicsX (KI-Simulationen für Produktentwicklung). Dass das Zentrum schon zu mehr als einem Drittel ausgelastet ist, unterstreicht vor allem eins: Der Bedarf scheint da zu sein.

Auffällig ist auch die Geschwindigkeit. Das Projekt wurde laut Telekom in nur sechs Monaten realisiert. Das Start-up Polarise baute dafür ein ehemaliges Rechenzentrum der Hypovereinsbank um. Die entstehende Abwärme soll künftig ein umliegendes Wohnquartier beheizen.

T Cloud Public: Parität mit US-Hyperscalern als Ziel

Parallel zur KI-Fabrik schiebt die Telekom ihre Public-Cloud-Plattform an. In einer Mitteilung vom 2. Februar hieß es, die „T Cloud Public“ solle bis Ende 2026 bei Kernfunktionen volle Funktionsparität mit US-Hyperscalern erreichen. Aktuell seien bereits 80% der wesentlichen Funktionen verfügbar.

Die Plattform bedient laut Unternehmen mehr als 4.000 Geschäftskunden – darunter DAX-Konzerne, Mittelstand und öffentliche Einrichtungen. Damit ordnet die Telekom das KI-Rechenzentrum klar in eine breitere Cloud-Offensive ein.

Kurs & Termine: Was als Nächstes zählt

An der Börse zeigt sich zuletzt Rückenwind: Der Kurs liegt bei 30,38 Euro, nach 28,83 Euro gestern. In den vergangenen sieben Tagen steht ein Plus von 11,49% zu Buche. Gleichzeitig bleibt Abstand zum 52-Wochen-Hoch: 35,78 Euro liegen rund 15% entfernt.

Konkrete nächste Ankerpunkte sind die anstehenden Veröffentlichungen:
- 26. Februar 2026: Geschäftszahlen für 2025
- 1. April 2026: Hauptversammlung
- 13. Mai 2026: Q1-Zahlen 2026

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