European Lithium startet mit einer massiv gestärkten Bilanz ins neue Jahr. Ende Januar 2026 verfügte das Unternehmen über Barreserven von rund 314 Millionen australischen Dollar – ein drastischer Anstieg, der auf den strategischen Verkauf von Anteilen an Critical Metals Corp (CRML) zurückgeht. Gleichzeitig bleibt die Genehmigungslage beim Vorzeigeprojekt Wolfsberg in Österreich angespannt.

Verkauf der CRML-Beteiligung spült Hunderte Millionen in die Kasse

Im Dezember-Quartal 2025 veräußerte European Lithium 9,88 Millionen CRML-Aktien und erlöste damit brutto 121 Millionen US-Dollar (umgerechnet 184,6 Millionen AUD). Nach Quartalsende folgte eine weitere Transaktion über 5 Millionen Aktien, die zusätzlich rund 118 Millionen AUD einbrachte.

Trotz dieser Verkäufe hält European Lithium weiterhin 48 Millionen CRML-Aktien. Auf Basis des Schlusskurses vom 29. Januar 2026 (14,01 USD) beläuft sich der Marktwert dieser Restbeteiligung auf etwa 672 Millionen US-Dollar (964 Millionen AUD).

Wolfsberg-Projekt: Genehmigung verzögert sich

Das Lithium-Flaggschiffprojekt Wolfsberg in Österreich kämpft weiterhin mit regulatorischen Hürden. Das österreichische Bundesverwaltungsgericht hat eine frühere Umweltverordnung nach Einsprüchen von NGOs und Gemeinden zur erneuten Prüfung zurückverwiesen.

European Lithium prüft nach eigenen Angaben die Entscheidung und erwägt weitere rechtliche Schritte. Immerhin: Die Bergbaulizenz für Wolfsberg wurde um zwei Jahre verlängert. Das Unternehmen strebt eine finale Bergbauentscheidung bis Ende 2026 an – allerdings unter dem ausdrücklichen Vorbehalt geeigneter Marktbedingungen und Finanzierungsmöglichkeiten.

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Die bestehende langfristige Abnahmevereinbarung mit BMW bleibt gültig, und die Infrastrukturplanung läuft weiter.

Diversifikation: Einstieg ins Titan-Geschäft

European Lithium hat eine bindende Vereinbarung zum Erwerb der US-amerikanischen Velta Holding unterzeichnet. Diese verfügt über Titan-Bergbau- und Verarbeitungsanlagen in der Ukraine. Mit der Transaktion würde das Unternehmen sein Portfolio um Titan und andere Industriemineralien erweitern – Rohstoffe, die in der Rüstungs-, Luft- und Raumfahrt- sowie Energiebranche Verwendung finden.

Die Übernahme ist als reine Aktientransaktion strukturiert und sieht die Ausgabe von etwa 173 Millionen neuen European Lithium-Aktien vor. Der Abschluss steht unter dem Vorbehalt einer erfolgreich abgeschlossenen Due Diligence und üblicher Vollzugsbedingungen.

Exploration in Österreich und Irland

In Österreich hat das Unternehmen im Bretstein-Lachtal-Gebiet durch detaillierte Kartierungen spodumenhaltige Pegmatite identifiziert. Am Steinbruch Ebner läuft die Bohrplanung, weitere Kartierungen und Bachproben sind im steirischen Bergbaurevier geplant.

In Irland startete im Quartal ein umfangreiches Explorationsprogramm am Lithium-Projekt Leinster. Mehr als 200 Gesteins-, Kanal- und Bachproben wurden entnommen, erste Analyseergebnisse werden im laufenden Quartal erwartet.

Ausblick auf 2026

Mit der deutlich verbesserten Liquidität verschafft sich European Lithium Spielraum für die Weiterentwicklung seiner Lithium- und Seltenerden-Strategie. Ende 2026 soll die endgültige Bergbauentscheidung für Wolfsberg fallen – sofern sich die Genehmigungslage klärt und die Marktbedingungen mitspielen. Die geplante Velta-Übernahme würde das Unternehmen über Batteriemetalle hinaus im Bereich kritischer Mineralien positionieren.

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