Bei UBS laufen diese Woche gleich zwei Themen zusammen, die Anleger genau hinsehen lassen: Am Mittwoch kommen die Zahlen – und zugleich halten sich Berichte über einen geplanten Krypto-Handel für vermögende Kunden hartnäckig. Im Kern geht es um Vertrauen: Liefert die Bank beim Umbau nach der Credit-Suisse-Übernahme, und wie konkret wird die Digital-Asset-Strategie?

Die Aktie zeigt dabei zuletzt ein gemischtes Bild. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von -22,57% zu Buche, aktuell notiert der Titel bei 37,25 CHF.

Zahlen am Mittwoch: Integration als Prüfstein

UBS veröffentlicht morgen (Mittwoch, 4. Februar 2026) um 06:45 Uhr MEZ die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 und das Gesamtjahr. Um 09:00 Uhr MEZ folgt die Präsentation im Webcast – inklusive angekündigtem Investor-Update.

Im Fokus steht weniger ein einzelner Quartalswert, sondern der Fortschritt bei der Credit-Suisse-Integration. Laut Unternehmen befindet sich UBS in der finalen Phase der Zusammenführung; der Abschluss ist für 2026 vorgesehen. Genau hier dürfte der Markt besonders auf Signale achten: Wie schnell geht die Migration voran – und wie reibungslos?

Krypto-Pläne: Angebot über Partner angedacht

Zusätzliche Aufmerksamkeit bringt ein Bloomberg-Bericht vom 23. Januar 2026: Demnach plant UBS, ausgewählten Private-Banking-Kunden den Handel mit Kryptowährungen zu ermöglichen und prüft dafür seit Monaten mögliche Partner. Ein Sprecher sagte gegenüber Reuters, man beobachte Entwicklungen im Rahmen der Digital-Asset-Strategie aktiv und prüfe Initiativen mit Blick auf Kundenbedürfnisse, Regulierung, Markttrends und robuste Risikokontrollen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei UBS?

Was bisher bekannt ist:
- Start soll laut Bericht mit vermögenden Kunden in der Schweiz erfolgen
- Geplanter Zugang zunächst zu Bitcoin und Ethereum
- Eine Ausweitung auf Asien-Pazifik und die USA wird erwogen
- Umsetzung demnach über externe Partner statt eigener Infrastruktur

Ein solcher Schritt würde vor allem das Private Banking berühren – also genau den Bereich, in dem UBS besonders stark positioniert ist.

Umbau läuft: IT-Fokus und weitere Stellenkürzungen

Operativ treibt UBS die Integration auch organisatorisch voran. Seit Januar 2026 verantwortet Beatriz Martin als Group Chief Operating Officer zusätzlich Group Technology. Die Bündelung soll laut Bericht die IT-Migration und den Abbau von Legacy-Systemen beschleunigen.

Parallel kündigte CEO Sergio Ermotti Mitte Januar gegenüber Bloomberg TV weitere Stellenkürzungen an. Diese sollen nach der Stilllegung übernommener IT-Systeme erfolgen; zudem werden Rechenzentren geschlossen.

Zum Börsenbild passt: Der Kurs liegt derzeit rund 8,10% unter dem 50-Tage-Durchschnitt (40,53 CHF) – der Markt bleibt also trotz Erholung über dem 200-Tage-Durchschnitt (34,21 CHF) vorsichtig.

Am Mittwochmorgen dürfte UBS daher gleich an zwei Fronten liefern müssen: mit belastbaren Fortschritten bei der Integration – und mit klareren Konturen rund um die Digital-Asset-Ambitionen. Die nächsten Fixpunkte stehen bereits fest: 9. März 2026 (Geschäftsbericht 2025) und 29. April 2026 (Q1-Zahlen).

UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 03. Februar liefert die Antwort:

Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 03. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...