Der Ton zwischen der UBS und Bern wird rauer. Während die Großbank die geplanten Regularien als "exzessiv" brandmarkt, beharrt die Schweizer Regierung auf zusätzlichen Eigenkapitalanforderungen in massiver Höhe. Dieser regulatorische Machtkampf verunsichert die Anleger zutiefst und übt massiven Druck auf die Bewertung des Finanzriesen aus.

Die aktuelle Lage im Überblick:

  • Forderung: Der Bund verlangt geschätzte 23 Milliarden Dollar zusätzliches Eigenkapital.
  • Zeitplan: Ein entsprechender Gesetzesentwurf soll 2027 ins Parlament eingebracht werden.
  • Kursreaktion: Die Aktie verlor in den letzten 30 Tagen über 21 Prozent an Wert.
  • Konflikt: Finanzministerin Keller-Sutter lehnt Kompromisse bisher ab.

Regierung lässt Muskeln spielen

Die Schweizer Behörden erhöhen den Druck spürbar. Im Kern des Konflikts steht die Forderung nach einer vollständigen Kapitalunterlegung für ausländische Tochtergesellschaften. UBS-Chef Sergio Ermotti und sein Management wehren sich vehement gegen diese Pläne und bezeichnen sie als unverhältnismäßig und gefährlich für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Bank.

Doch die Politik zeigt sich unbeeindruckt. Finanzministerin Karin Keller-Sutter erteilte kürzlich einem Kompromissvorschlag, der den verstärkten Einsatz von AT1-Anleihen vorsah, eine Absage. Ihre Begründung: Die UBS halte bereits heute einen Kapitalpuffer von rund 13 Milliarden Dollar über den aktuellen Anforderungen. Die Regierung geht davon aus, dass die Großbank die strengeren Regeln am Ende akzeptieren muss.

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Drohkulisse verpufft

Hinter den Kulissen scheint die UBS auch drastische Szenarien geprüft zu haben. Berichten zufolge rechnete das Institut hypothetisch durch, was ein Wegzug aus der Schweiz bedeuten würde. Diese Überlegungen wurden von der Regierung, der Nationalbank und der Finma ernst genommen und geprüft.

Das Resultat dieser Prüfung stärkte jedoch die Position des Bundes: Ein Standortwechsel einer derart großen Bank gilt als zu komplex und kostspielig, um als realistische Antwort auf strengere Regulierung zu dienen. Die implizite Drohung der Bank läuft damit ins Leere, was die Verhandlungsposition des Managements schwächt.

Markt reagiert nervös

Diese Pattsituation hinterlässt tiefe Spuren im Chart. Die Unsicherheit über die zukünftige Kapitalstruktur drückte den Kurs zuletzt auf 36,77 CHF. Besonders der drastische Rückgang von über 21 Prozent innerhalb eines Monats verdeutlicht, wie sehr das Thema die Marktteilnehmer belastet. Auch die Volatilität bleibt mit annualisierten 109 Prozent extrem hoch.

Blick auf den 4. Februar

Der Fokus der Anleger verschiebt sich nun kurzfristig auf den kommenden Mittwoch, den 4. Februar. Dann wird die UBS ihre Ergebnisse für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr vorlegen. Investoren werden genau hinhören, ob das operative Geschäft stark genug ist, um den regulatorischen Gegenwind auszugleichen, und ob es Neuigkeiten zur Nachfolge von CEO Ermotti gibt, dessen Rücktritt für Anfang 2027 im Raum steht.

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