UBS Aktie: Milliarden-Emission gelingt
UBS platziert AT1-Anleihen im Wert von 3 Milliarden Dollar – und die Nachfrage übersteigt das Angebot um das Siebenfache. Die Schweizer Großbank nutzt das starke Investorenvertrauen, um ihre Kapitalstruktur zu optimieren. Gleichzeitig nähert sich die entscheidende Phase der Credit-Suisse-Integration.
Die wichtigsten Fakten:
- AT1-Emission über 3 Mrd. Dollar bei Nachfrage von über 21 Mrd. Dollar
- Erste AT1-Transaktion des Jahres 2026 am globalen Markt
- Zwei Tranchen mit Kupons von 7,125% (2031) und 7,5% (2036)
- Aktie erreicht mit 48,11 USD neues 17-Jahres-Hoch
- Jahresperformance 2025: Plus 58 Prozent
Investoren stürmen die Emission
Die am Montag platzierte Anleihe stieß auf massive Resonanz. Bei einem Emissionsvolumen von 3 Milliarden Dollar gingen Orders über mehr als 21 Milliarden Dollar ein. Diese überzeichnung ermöglichte es UBS, die Konditionen nachträglich zu Gunsten der Bank anzupassen.
Die Emission besteht aus zwei Tranchen: Eine kürzere Laufzeit mit Kündigungsoption 2031 bringt einen Kupon von rund 7,125 Prozent, die längere Tranche mit Kündigung 2036 liegt bei etwa 7,5 Prozent. Für den AT1-Markt ist es die erste Transaktion des neuen Jahres.
Alexander Pelteshki von Aegon Asset Management verweist auf den Hintergrund: Die UBS-Spreads hätten zuletzt leicht unter Druck gestanden, bedingt durch die starke Performance und erwartete weitere Emissionen zur Erfüllung von Kapitalanforderungen.
Regulatorische Weichenstellung läuft
Die Kapitalmarktaktivität fällt in eine Phase regulatorischer Neuausrichtung. Im Dezember 2025 hatten Schweizer Parlamentarier einen Kompromissvorschlag präsentiert, der UBS deutliche Erleichterungen bringen könnte. Demnach dürfte die Bank AT1-Anleihen statt hartem Eigenkapital für bis zu 50 Prozent der Kapitalunterlegung ausländischer Tochtergesellschaften nutzen.
Diese Regelung würde die ursprünglich geforderten zusätzlichen Kapitalanforderungen von bis zu 24 Milliarden Dollar erheblich reduzieren. Die finale Entscheidung der Schweizer Regierung wird im Laufe des Jahres 2026 erwartet.
Parallel bleibt die Rechtslage um die ausgelöschten Credit-Suisse-AT1-Anleihen im Wert von 17 Milliarden Dollar ungeklärt. Das Schweizer Bundesverwaltungsgericht hatte 2025 eine entsprechende Verfügung aufgehoben, die Finanzmarktaufsicht FINMA will das Urteil anfechten.
Integration erreicht kritische Phase
Ab Mitte Januar beginnt eine neue Welle von Stellenkürzungen im Zuge der Credit-Suisse-Integration. Von ursprünglich rund 120.000 Mitarbeitern nach der Übernahme sind bereits etwa 15.000 Stellen abgebaut worden. Die IT-Migration der Credit-Suisse-Kunden soll bis Mitte 2026 abgeschlossen sein.
Der Analystenkonsens prognostiziert für 2026 einen Gewinn je Aktie von rund 3,01 Dollar – ein Anstieg von knapp 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Jefferies hatte die Aktie bereits Mitte 2025 auf "Buy" hochgestuft.
Die Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025 werden voraussichtlich Ende Januar oder Anfang Februar veröffentlicht und dürften weitere Einblicke in den Integrationserfolg geben.
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