Morgen legt Porsche seine Jahreszahlen vor – und die Erwartungen sind gering. Der neue CEO Michael Leiters steht vor seiner ersten großen Bewährungsprobe. Nach einem der schwierigsten Jahre der Unternehmensgeschichte stellt sich die Frage: Reichen Kostensenkungen und ein Schwenk zurück zu Verbrennern, um den Sportwagenbauer wieder auf Kurs zu bringen?

Wenn Zahlen kaum noch tiefer fallen können

Das Ausmaß des Einbruchs ist bemerkenswert: Das operative Ergebnis für 2025 kollabierte um 98 Prozent auf gerade noch 90 Millionen Euro. Die Marge sank damit auf 0,3 Prozent – nach 14,5 Prozent im Jahr 2024 und stolzen 18 Prozent im Börsendebütjahr 2022. Hinzu kam ein Sonderabschreiber von 3,1 Milliarden Dollar auf den verfrühten Umstieg in die Elektromobilität. Der Aktienkurs hat sich seit dem Börsengang mehr als halbiert.

Verantwortlich für den Absturz war ein Bündel aus Faktoren: schwächelnde Nachfrage nach Elektrofahrzeugen, intensiver Wettbewerb chinesischer Hersteller auf dem weltgrößten Automarkt sowie Zölle, die das Ergebnis um mehrere Hundert Millionen Euro belasteten.

Leiters setzt auf den 911 – und auf Sparmaßnahmen

Der ehemalige McLaren-Chef, der im Januar das Steuer übernahm, will die Führungsstruktur straffen und Entscheidungswege verkürzen. Bereits beschlossen: der Abbau von 1.900 Stellen in den kommenden Jahren, nach bereits 2.000 entlassenen Zeitarbeitern in 2025. Ein zweites Sparpaket befindet sich in der Verhandlung.

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Gleichzeitig setzt Leiters auf das, was noch funktioniert: Die Nachfrage nach dem Verbrenner-Klassiker 911 ist robust. Diese Stärke soll helfen, die emotionale Bindung zur Marke neu zu beleben. Porsche hat zudem bestätigt, Hybride und Verbrennermodelle bis weit in die 2030er Jahre anzubieten.

Strategie-Poker vor den Kameras

Ob Leiters morgen bereits konkrete Weichenstellungen kommunizieren wird, ist offen. Unter Analysten wächst die Erwartung, dass er sich vorerst bedeckt hält – zu groß ist das Risiko, Ankündigungen später zurücknehmen zu müssen. Gleichzeitig wächst der Druck von Investorenseite: Mehr Klarheit über den strategischen Kurs, vor allem beim Thema Kosten, wird ausdrücklich eingefordert.

Die makroökonomischen Rahmenbedingungen spielen dabei kaum eine hilfreiche Rolle. Handelskonflikte und geopolitische Spannungen im Nahen Osten könnten selbst wohlhabende Privatkunden dazu veranlassen, Kaufentscheidungen aufzuschieben – ein zusätzlicher Gegenwind für ein Premiumsegment, das ohnehin unter Druck steht.

Morgen früh ab 07:30 Uhr werden die Zahlen veröffentlicht, gefolgt von einer Analystenkonferenz und einer Pressekonferenz um 10:00 Uhr. Anleger dürfen gespannt sein, wie viele Karten Leiters tatsächlich auf den Tisch legt.

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