Der Quantencomputer-Spezialist IonQ meldet derzeit eine Erfolgsmeldung nach der anderen, von prestigeträchtigen Universitätspartnerschaften bis hin zu neuen US-Militärprojekten. Doch an der Börse will der Funke nicht recht überspringen. Während die Umsätze rasant steigen, sorgen tiefrote Zahlen und eine drohende Aktienverwässerung für spürbare Zurückhaltung bei den Investoren.

Cambridge-Deal bringt Nebenwirkungen

Auf den ersten Blick war die jüngste Ankündigung ein voller Erfolg: IonQ baut gemeinsam mit der Universität Cambridge ein neues Innovationszentrum für Quantenforschung auf. Die Hochschule wird dafür ein hochmodernes 256-Qubit-System auf ihrem Campus installieren und gemeinsam mit dem Unternehmen an neuen Sicherheits- und Netzwerktechnologien forschen.

Die Freude über den Meilenstein währte jedoch nur kurz, da zeitgleich ein Dokument bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht wurde. Dieses erlaubt es der Universität, über 2,5 Millionen IonQ-Aktien zu veräußern. Die Aussicht auf ein derartiges Angebot am Markt drückte gestern umgehend auf die Stimmung, da Anleger einen potenziellen Preisdruck durch den Verkauf dieser Papiere fürchten.

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Militäraufträge und rote Zahlen

Abseits der akademischen Welt baut das Unternehmen seine Rolle im Bereich der nationalen Sicherheit konsequent aus. Eine neue Zusammenarbeit mit dem Forschungslabor ARLIS zielt darauf ab, Sicherheitsstandards für künftige Quantencomputer der US-Luftwaffe zu entwickeln. Dies reiht sich in bestehende Rahmenverträge mit der Raketenabwehrbehörde ein, bei denen es um Budgets in Milliardenhöhe geht.

Doch wie spiegelt sich diese operative Dynamik in den Büchern wider? Einerseits verzeichnete IonQ im vierten Quartal ein massives Umsatzwachstum von 426 Prozent auf knapp 62 Millionen US-Dollar und übertraf damit erstmals auf Jahressicht die Marke von 100 Millionen US-Dollar. Andererseits wachsen die Verluste parallel zur Expansion. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einem negativen operativen Ergebnis (EBITDA) von bis zu 330 Millionen US-Dollar. Die geplante 1,8 Milliarden US-Dollar schwere Übernahme des Chipherstellers SkyWater Technology unterstreicht zwar die technologischen Ambitionen, bindet aber weitere finanzielle Ressourcen.

Diskrepanz zwischen Geschäft und Kurs

Diese Mischung aus rasantem Umsatzwachstum und hohem Kapitalbedarf belastet die aktuelle Bewertung. Mit einem aktuellen Kurs von 29,50 Euro hat das Papier seit Jahresbeginn rund 26 Prozent an Wert verloren.

Die strategischen Weichen für die nächsten Monate sind derweil klar gestellt. Bis zum erwarteten Abschluss der SkyWater-Übernahme im zweiten oder dritten Quartal 2026 muss das Unternehmen die Integration vorbereiten und parallel seinen auf 370 Millionen US-Dollar angewachsenen Auftragsbestand abarbeiten. Der Fokus der Investoren wird sich dabei primär darauf richten, ab wann die massiven Investitionen in Hardware und Zukäufe zu einer tatsächlichen Reduzierung der operativen Verluste führen.

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