Im April 2027 soll Schluss sein: UBS-Chef Sergio Ermotti will nach vier Jahren seinen Posten räumen – zeitgleich verschärft sich der Streit mit den Schweizer Behörden um eine Kapitalerhöhung von 24 Milliarden Dollar. Zwei Entwicklungen, die das Schweizer Bankhaus an einem entscheidenden Wendepunkt zeigen.

Die wichtigsten Fakten:
- Ermotti strebt Rücktritt für April 2027 an
- Vier interne Kandidaten im Rennen um Nachfolge
- Schweiz fordert 24 Milliarden Dollar zusätzliches Eigenkapital
- UBS wehrt sich gegen "unverhältnismäßige" Regulierung

Nachfolge-Poker nimmt Fahrt auf

Die Financial Times bringt vier Namen ins Spiel: Aleksandar Ivanovic aus dem Asset Management, die Wealth-Management-Chefs Iqbal Khan und Robert Karofsky sowie COO Bea Martin. Für den Verwaltungsrat bedeutet der Zeitplan einen klaren Auftrag – die Credit-Suisse-Integration muss bis dahin abgeschlossen sein.

Ermotti hatte seine zweite Amtszeit im Frühjahr 2023 angetreten, um die Notübernahme des Konkurrenten zu steuern. Das Mandat war auf drei bis fünf Jahre angelegt. Mit 14,9 Millionen Schweizer Franken Vergütung im Jahr 2024 ist er Europas bestbezahlter Bankchef.

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24-Milliarden-Streit belastet Renditeziele

Schwerer wiegt der Konflikt mit den Aufsichtsbehörden. Die Schweizer Regierung verlangt eine massive Aufstockung der Eigenkapitalbasis – das Management kontert mit scharfer Kritik. Die geforderte Summe sei "weder verhältnismäßig noch international abgestimmt", heißt es aus Zürich.

Eine Kapitalerhöhung dieser Größenordnung würde die Eigenkapitalrendite drücken und künftige Aktienrückkäufe oder Dividendenerhöhungen einschränken. Analysten dürften ihre Gewinnschätzungen korrigieren müssen, sollte sich die Regierung durchsetzen.

Operative Stärke trotz Großbaustelle

Im Tagesgeschäft zeigt die UBS unverändert Präsenz: Als Joint-Lead Manager platzierte die Bank eine 100-Millionen-Franken-Anleihe der PLAZZA AG mit 1,25 Prozent Kupon und Laufzeit bis 2031. Das Settlement erfolgt am 30. Januar 2026. Solche Mandate bestätigen die Marktführerschaft im Schweizer Kapitalmarktgeschäft – selbst während der laufenden Integration.

Der Ausgang des Regulierungsstreits wird kurzfristig den Kurs bestimmen. Die UBS Aktie notiert bei 47,36 Dollar und damit nahe dem 52-Wochen-Hoch von 48,11 Dollar. Bis Ende April 2027 muss Ermotti beweisen, dass die Synergien aus der Credit-Suisse-Übernahme greifen. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob die Marge stark genug ist, um höhere Kapitalanforderungen zu verkraften.

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