Die deutsche Tourismusbranche boomt und liefert damit die ideale Vorlage für Europas größten Reisekonzern. Während neue Rekordzahlen bei den Übernachtungen das operative Umfeld stärken, scheiden sich an der Bewertung der Aktie die Geister. Hat die jüngste Rallye genug Substanz, um neue Höchststände zu erreichen, oder ist das Potenzial bereits eingepreist?

Die wichtigsten Marktdaten im Überblick:

  • Rekordniveau: 465,5 Millionen Übernachtungen in Deutschland von Januar bis November 2025.
  • Starke Inlandsnachfrage: Einheimische Gäste sorgten für ein Plus von 0,6 Prozent.
  • Analysten-Dissens: Während der Konsens zweistellige Kurse sieht, mahnt Bernstein zur Vorsicht.

Rekordjagd im Heimatmarkt

Frische Daten des Statistischen Bundesamtes untermauern die Erholung der Reisebranche. Mit einem leichten Anstieg von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr markieren die ersten elf Monate des Jahres 2025 einen neuen Bestwert. Besonders relevant für TUI ist die Robustheit des deutschen Binnenmarktes, der mit 388,4 Millionen Übernachtungen das schwächelnde Geschäft mit internationalen Gästen (minus 2,2 Prozent) mehr als ausgleichen konnte.

Dieses makroökonomische Umfeld stützt den jüngsten Aufwärtstrend des Papiers. Die Aktie notiert aktuell bei 9,24 Euro und damit in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 9,45 Euro. Der Markt honoriert die Entwicklung mit einem Kursplus von gut 22 Prozent auf Sicht von zwölf Monaten.

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Bewertung spaltet die Experten

Trotz der positiven Sektordaten bleiben nicht alle Marktbeobachter optimistisch. Richard J. Clarke vom Analysehaus Bernstein bestätigte heute seine neutrale Haltung und beließ das Kursziel bei 7,90 Euro. Diese Einschätzung signalisiert ein deutliches Abwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kursniveau und steht im Kontrast zu bullisheren Stimmen wie der Deutschen Bank oder Barclays, die Kursziele bis zu 12,00 Euro ausrufen.

Die Skepsis einiger Analysten dürfte auch in der Bewertung des Ausblicks begründet liegen. Zwar konnte TUI das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) im abgelaufenen Geschäftsjahr um 12,6 Prozent steigern, doch für 2026 plant das Management mit einem Umsatzwachstum von lediglich zwei bis vier Prozent eher konservativ.

Die entscheidende Bewährungsprobe steht am 10. Februar 2026 an. Dann präsentiert der Konzern seine Quartalszahlen und muss beweisen, dass die Effizienzmaßnahmen im Airline-Segment greifen und die hohe touristische Nachfrage auch im traditionell schwächeren Winterquartal die Margen stützt.

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