Der Touristik-Konzern TUI startet mit Rückenwind in das Börsenjahr 2026 und profitiert von einer allgemeinen Euphorie an den europäischen Märkten. Während operative Herausforderungen am Drehkreuz Amsterdam kurzfristig bremsen, rückt eine historisch günstige Bewertung in den Fokus der Anleger. Nun steht die Aktie vor einer entscheidenden charttechnischen Hürde.

  • Aktueller Kurs: 9,00 €
  • Bewertung: KGV für 2026 sinkt auf attraktive 6,33
  • Marktumfeld: FTSE 100 durchbricht erstmals 10.000 Punkte
  • Analysten-Votum: Deutsche Bank bestätigt "Buy"

Günstige Bewertung trifft Widerstand

Treibende Kraft hinter der aktuellen Stabilität ist nicht nur die allgemeine Marktstimmung, sondern eine fundamentale Neubewertung des Papiers. Daten von Eulerpool zeigen, dass das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für das laufende Geschäftsjahr auf 6,33 gesunken ist. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 7 bedeutet dies eine Vergünstigung von fast zehn Prozent. Diese niedrige Bewertung lockt wertorientierte Anleger an, die im Sektor "Zyklischer Konsum" nach Einstiegschancen suchen.

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Unterstützt wird dieser Trend durch ein historisches Hoch am britischen Aktienmarkt. Der FTSE 100, für die in London und Frankfurt notierte TUI ein wichtiger Taktgeber, hat heute erstmals die Marke von 10.000 Punkten überschritten. Dies sorgt für Kauflaune bei Standardwerten, wovon auch TUI profitiert. Mit einem Kurs von rund 9,00 Euro notiert das Papier deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 7,66 Euro, was den mittelfristigen Aufwärtstrend unterstreicht. Allerdings warnen Marktbeobachter von 4investors vor möglichen Gewinnmitnahmen an diesem charttechnischen Widerstandsbereich. Ein nachhaltiger Ausbruch über die 9-Euro-Marke ist notwendig, um Verkaufssignale zu verhindern.

Operative Lage und Ausblick

Das operative Geschäft sendet derzeit gemischte Signale. Kurzfristig belastet das Winterwetter in Nordeuropa den Flugbetrieb, insbesondere am wichtigen Hub Amsterdam Schiphol kommt es zu Verzögerungen. Dem gegenüber steht eine robuste Nachfrage für die kommende Sommersaison 2026. Unternehmensangaben zufolge verzeichnen Ziele wie Zypern bereits starke Buchungseingänge, wobei TUI im britischen Markt mit aggressiven Preisstrategien Marktanteile verteidigt. Die Deutsche Bank sieht sich durch diese Entwicklung in ihrer Kaufempfehlung bestätigt.

Für die weitere Kursentwicklung sind die kommenden Wochen entscheidend. Gelingt der Aktie der Sprung über das 52-Wochen-Hoch bei 9,45 Euro, wäre der Weg charttechnisch frei. Investoren sollten ihr Augenmerk nun auf die Buchungsupdates im Laufe des Januars richten. Diese Zahlen werden zeigen, ob die günstige Bewertung gerechtfertigt ist und die Prognosen für das Gesamtjahr Bestand haben.

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