Die Euphorie von Mittwoch ist schon wieder verflogen. Der DAX gibt seine Gewinne weitgehend ab und kämpft erneut um die Marke von 25.000 Punkten. Zum Handelsschluss am Donnerstag verlor der deutsche Leitindex 0,95 Prozent auf 25.038 Zähler. Die Konsolidierung kommt nicht überraschend – zu groß sind die Unsicherheiten, die aktuell auf den Märkten lasten.

Geopolitische Risiken treiben Energiepreise

Besonders die Eskalation zwischen den USA und dem Iran sorgt für Nervosität unter Anlegern. Die Gefahr einer Unterbrechung der LNG-Ströme durch die Straße von Hormus rückt näher. Katar, der zweitgrößte Exporteur weltweit, könnte betroffen sein. Die Folge: Europäische Erdgaspreise schossen am Donnerstag um rund 8 Prozent nach oben, Öl der Sorte Brent kletterte auf 71,14 Dollar je Barrel – das höchste Niveau seit Sommer 2025.

Die Situation verschärft sich zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Die EU-Gasspeicher leeren sich kontinuierlich und nähern sich einem Füllstand von nur noch 30 Prozent. Steigende Energiekosten belasten die europäische Industrie zusätzlich und dämpfen die Wachstumsaussichten.

Fed-Protokoll trübt Stimmung

Zusätzlichen Gegenwind lieferte am Nachmittag das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung. Die US-Notenbanker betonten die Risiken einer zu hohen Inflation – ein Signal, dass Zinssenkungen vorerst kein Thema sind. Die Hoffnung auf eine Lockerung der Geldpolitik hatte sich ohnehin schon nach hinten verschoben. Mit der erneuten Betonung der Inflationsgefahren dürfte diese Erwartung weiter gedämpft werden.

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Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,9 Prozent auf 6.049 Punkte. Auch der MDAX gab um 0,55 Prozent nach. Besonders stark unter Druck standen Automobilwerte, die 1,9 Prozent einbüßten. Der Versorgungssektor rutschte sogar um 2,1 Prozent ab.

Airbus belastet, Vonovia stützt

Unter den Einzelwerten stach Airbus mit einem Minus von 7 Prozent negativ heraus. Trotz guter Quartalszahlen enttäuschte der Ausblick für 2026 die Anleger. Der Flugzeugbauer muss den Produktionshochlauf der A320-Reihe drosseln, weil Pratt & Whitney keine feste Zusage für die benötigten Triebwerke gemacht hat.

Auf der Gewinnerseite fanden sich Vonovia mit plus 1,6 Prozent nach einer Hochstufung durch Morgan Stanley. Die wenigen positiven Impulse reichten jedoch nicht aus, um den Index zu stützen. Die Marke von 25.000 Punkten bleibt damit wieder in Gefahr.

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