TSMC setzt ein historisches Zeichen. Erstmals in der Unternehmensgeschichte tagt das Board of Directors nicht im heimischen Taiwan, sondern im japanischen Kumamoto. Der Chiphersteller untermauert mit diesem heute beginnenden Treffen seine massiven Expansionspläne, die durch politische Rückendeckung und einen Milliarden-Etat für modernste KI-Technologie vorangetrieben werden.

Unmittelbar vor dem zweitägigen Treffen konkretisierte CEO C.C. Wei die Strategie für den Standort. Rund 17 Milliarden US-Dollar sollen in die zweite Fabrik („Kumamoto Fab 2“) fließen. Entscheidend ist dabei das technologische Upgrade: Statt der ursprünglich geplanten 6- und 12-Nanometer-Chips wird die Anlage nun auf die hochmoderne 3-Nanometer-Fertigung ausgerichtet. Damit reagiert der Konzern auf den ungebrochenen Hunger nach leistungsfähigen Halbleitern für Künstliche Intelligenz. Der Start der Massenproduktion ist für Ende 2027 avisiert.

Rückenwind aus der Politik

Begünstigt wird das Vorhaben durch die politische Entwicklung in Japan. Premierministerin Sanae Takaichi sicherte sich am gestrigen Sonntag mit ihrer Koalition eine deutliche Mehrheit bei den Parlamentswahlen. Takaichi, die sich erst am 5. Februar mit der TSMC-Spitze zu Gesprächen über Lieferkettensicherheit traf, gilt als treibende Kraft hinter der staatlichen Förderung der Chipindustrie. Marktbeobachter werten ihren Wahlsieg als starkes Signal für die weitere Unterstützung der Ausbauprojekte in der Region Kyushu.

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Rekord-Budget für KI

Die Ambitionen schlagen sich deutlich im Budget nieder. Für das Geschäftsjahr 2026 plant TSMC Investitionsausgaben (Capex) in einer Spanne von 52 bis 56 Milliarden US-Dollar. Dieses Kapital fließt primär in den Ausbau der 2- und 3-Nanometer-Kapazitäten, um Großkunden wie Nvidia und Apple bedienen zu können. Finanziell steht das Unternehmen auf solidem Fundament: Das vierte Quartal 2025 lieferte dank des KI-Booms einen Rekordgewinn mit einem Ergebnis je Aktie von 19,50 NT-Dollar.

Im Fokus der laufenden Vorstandssitzung steht neben der strategischen Ausrichtung auch die Vergütung der Aktionäre. Nach Abschluss der Tagung am 10. Februar werden die finalen Beschlüsse zur Dividendenausschüttung für das abgelaufene Quartal erwartet.

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