Für den potenziell größten Auftrag der Unternehmensgeschichte zieht thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) alle Register. Beim Kampf um das 37 Milliarden Euro schwere U-Boot-Programm Kanadas schaltet sich nun die deutsche Bundesregierung auf höchster Ebene ein. Während Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius am Rande eines NATO-Treffens persönlich für das deutsche Angebot warben, untermauert der Rüstungskonzern seine Ambitionen mit starken operativen Zahlen und neuen Technologie-Meilensteinen.

Diplomatie trifft auf lokale Netzwerke

Der diplomatische Einsatz unterstreicht die strategische Bedeutung des Canadian Patrol Submarine Project (CPSP). Um den letzten verbliebenen Konkurrenten, das südkoreanische Unternehmen Hanwha Ocean, auszustechen, verlässt sich TKMS nicht allein auf staatliche Rückendeckung. Der Konzern hat in den vergangenen Wochen gezielt ein dichtes Industrienetzwerk in Nordamerika aufgebaut. Partner wie CAE für Simulationen, Magellan Aerospace für die Torpedoproduktion und akademische Kooperationen sollen die strengen kanadischen Anforderungen an die lokale Wertschöpfung erfüllen. Basis des Angebots ist die speziell für arktische Bedingungen entwickelte U-Boot-Klasse 212CD.

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Volle Auftragsbücher und Kapazitätsausbau

Diese aggressive Akquisestrategie fußt auf einem stabilen operativen Fundament. Im ersten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 545 Millionen Euro bei einer verbesserten Bruttomarge von 17 Prozent. Ein frischer Folgeauftrag aus Norwegen hievte den Auftragsbestand kürzlich über die Marke von 20 Milliarden Euro, woraufhin das Management die Jahresprognose auf ein Umsatzwachstum von zwei bis fünf Prozent anhob. An der Börse konsolidiert das Papier derzeit diese operativen Fortschritte: Nach einem starken Jahresauftakt mit einem Plus von fast 28 Prozent seit Januar notierte die Aktie gestern bei 88,35 Euro.

Um das massive Auftragsvolumen künftig abzuarbeiten, fließen parallel rund 450 Millionen Euro in den Ausbau der Produktionskapazitäten an den Standorten Wismar und Kiel.

Internationale Großprojekte treiben das Geschäft

Kanada ist dabei nur ein Baustein der globalen Strategie. In Indien steht ein potenziell noch größeres U-Boot-Abkommen vor der Unterzeichnung, flankiert von einer neuen Technologiepartnerschaft zur Torpedoproduktion mit dem lokalen Rüstungsunternehmen VEM Technologies. Gleichzeitig bewies TKMS Ende Februar seine Innovationskraft im Heimatmarkt: Gemeinsam mit Israel Aerospace Industries lieferte das Unternehmen die erste vollautonome Unterwasserdrohne vom Typ BlueWhale an die Deutsche Marine aus – das erste U-Boot-ähnliche unbemannte System der Flotte.

Am 11. Mai 2026 wird TKMS die nächsten Quartalszahlen vorlegen und aufzeigen, wie effizient der Rekordauftragsbestand in steigende Margen umgewandelt wird. Wenige Wochen später, im Frühsommer, fällt in Kanada die bindende Vergabeentscheidung, die das Umsatzprofil des Rüstungskonzerns für das nächste Jahrzehnt maßgeblich definieren wird.

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