Der Kieler U-Boot-Hersteller TKMS steht vor einer der bedeutendsten Weichenstellungen seiner Geschichte. Bis Ende Juni könnte Kanada entscheiden, ob TKMS oder der südkoreanische Konkurrent Hanwha Ocean zwölf neue U-Boote liefert — ein Auftrag, der auf mehr als 10 Milliarden Euro veranschlagt wird.

Kanada-Entscheid: Mehr als ein Rüstungsgeschäft

Am 2. März 2026 lief die Angebotsfrist ab. TKMS hat sein rund 1.500-seitiges Angebot gemeinsam mit Norwegen eingereicht, gestützt auf den Typ 212CD — ein gemeinsam von Deutschland und Norwegen entwickeltes U-Boot mit luftunabhängigem Antrieb und besonderer Eignung für Arktis-Operationen. Da beide Finalisten die technischen Anforderungen der Royal Canadian Navy erfüllen, dreht sich die Entscheidung weniger um die Hardware als um wirtschaftliche Vorteile: Investitionsversprechen in Bereichen wie Seltene Erden, Künstliche Intelligenz, Bergbau und Batterieproduktion.

Bis zum 6. April kann Ottawa noch Rückfragen stellen, eine Entscheidung wird zwischen Mai und Juni 2026 erwartet — kurz nach den nächsten Quartalsergebnissen am 11. Mai.

Indien, Auftragsrekord und angehobene Prognose

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Parallel läuft TKMS' Expansion in Indien an. Am 10. März unterzeichnete das Unternehmen über seine Tochter Atlas Elektronik ein Teaming-Agreement mit dem indischen Rüstungsunternehmen VEM Technologies, um die SeaHake-mod4-Schwertorpedotechnologie nach Hyderabad zu transferieren. Geplant sind bis zu 500 Torpedos jährlich, mittelfristig soll daraus ein gemeinsames Joint Venture entstehen.

Die operative Basis stimmt: Der Auftragsbestand kletterte auf ein Rekordniveau von rund 18,7 Milliarden Euro — und darin ist der jüngst unterzeichnete Norwegen-Auftrag über zwei weitere 212CD-Boote noch nicht eingerechnet. Die Jahresprognose wurde angehoben: TKMS erwartet nun ein Umsatzwachstum von 2 bis 5 Prozent statt der bisherigen Spanne von minus 1 bis plus 2 Prozent, bei einer bereinigten EBIT-Marge von über 6 Prozent.

Die Aktie notiert rund 10 Prozent unter ihrem Allzeithoch von 100,60 Euro vom Januar und hat sich seit Jahresbeginn trotzdem um gut 30 Prozent verteuert. Gewinnt TKMS den Kanada-Auftrag, könnte das Unternehmen in den nächsten 15 Jahren bis zu 24 U-Boote bauen — ein Volumen, das das mittelfristige Wachstumsziel von durchschnittlich 10 Prozent Jahresumsatz deutlich untermauern würde.

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