TKMS Aktie: Kanada-Coup im Visier
Der Kieler Marineschiffbauer TKMS verhandelt über einen Milliardenauftrag aus Kanada – und setzt dabei auf eine ungewöhnliche Strategie. Statt nur U-Boote anzubieten, schnürt das Unternehmen ein breit gefächertes Investitionspaket. Die Aktie kratzt derweil an der 100-Euro-Marke.
Die wichtigsten Fakten:
- Auftragsvolumen von über 10 Milliarden Euro für bis zu 12 U-Boote
- Zusatzangebote in Bereichen wie Seltene Erden, KI und Batterieproduktion
- Entscheidung wird im Laufe des Jahres 2026 erwartet
- Konkurrenz durch südkoreanischen Anbieter Hanwha Ocean
Wirtschaftspaket statt reiner Rüstungsdeal
TKMS-CEO Oliver Burkhard hat die Verhandlungsstrategie offengelegt. Das Unternehmen bietet Kanada die U-Boot-Klasse 212CD an und verhandelt parallel mit norwegischen und deutschen Partnern über Investitionen in strategischen Zukunftsbereichen. Das Spektrum reicht vom Bergbau über Seltene Erden bis hin zu Künstlicher Intelligenz und Batterieproduktion für die Autoindustrie.
Diese Vorgehensweise zielt darauf ab, Ottawa nicht nur militärisch, sondern wirtschaftlich breit zu überzeugen. Die Konkurrenz aus Südkorea wird damit vor eine Herausforderung gestellt, die über den reinen Preis- und Produktvergleich hinausgeht.
Orderbücher prall gefüllt
Der potenzielle Kanada-Auftrag würde auf einen bereits beeindruckenden Auftragsbestand aufsetzen. Im Geschäftsjahr 2024/2025 stieg der Auftragseingang auf rund 8,8 Milliarden Euro – das Sechsfache des Vorjahreswerts. Der gesamte Auftragsbestand erreichte ein Rekordniveau von 18,2 Milliarden Euro.
Zu den jüngsten Erfolgen zählen die norwegische Bestellerweiterung um zwei zusätzliche U-Boote im 212CD-Programm sowie ein Rekordauftrag für DM2A5-Schwertorpedos. Hinzu kommen die Modernisierung von sechs U-Booten der Klasse 212A für die Deutsche Marine und zwei weitere U-Boote für einen asiatischen Kunden.
Analysten uneins über Bewertung
Die Einschätzungen der Experten gehen deutlich auseinander. Während die Deutsche Bank mit einem Kursziel von 82 Euro zum Kauf rät, sieht Bernstein SocGen Group die Aktie nur bei 67 Euro – das läge mehr als 30 Prozent unter dem aktuellen Niveau.
Mit einem Forward-KGV von etwa 45 und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von knapp 3 ist die Bewertung sportlich. Die bereinigte EBIT-Marge stieg zuletzt von 4,3 auf 6,0 Prozent, das mittelfristige Ziel liegt über 7 Prozent.
Am 25. Februar folgen die Quartalszahlen, zwei Tage später findet die Hauptversammlung statt. Bis dahin dürfte die Entscheidung aus Kanada noch ausstehen – für TKMS könnte sie zum größten Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte werden.
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