TKMS Aktie: Rekordlauf durch Rüstungsdeals
Die Aktie von Thyssenkrupp Marine Systems kennt seit Jahresbeginn kein Halten mehr. Mit einem Kursplus von über 40 Prozent spekulieren Anleger auf den finalen Durchbruch bei zwei gigantischen Rüstungsprojekten. Doch angesichts der enormen Vorschusslorbeeren wächst die Fallhöhe: Ist die Bewertung noch fundamental gedeckt oder droht bei Verzögerungen eine scharfe Korrektur?
- Performance YTD: +40,63 %
- Kurstreiber: Fregatten-Vorvertrag & Kanada-Ausschreibung
- Warnsignal: Kurs notiert deutlich über Analystenzielen
Milliarden-Perspektive in Kiel
Der wesentliche Treibstoff für die Rallye ist die konkrete Aussicht auf einen Großauftrag der Bundeswehr. Marktberichten zufolge liegt dem Parlament bereits ein Vorvertrag für den Kauf von mindestens drei Fregatten des Typs MEKO A-200 vor. Diese sollen die Fähigkeitslücke schließen, die durch Verzögerungen beim F126-Programm entstanden ist.
Für TKMS wäre dieser Deal ein strategischer Meilenstein. Da der Haushaltsausschuss bereits Mittel in Höhe von 7,8 Milliarden Euro für Alternativen reserviert hat, würde ein Zuschlag die Auslastung der Kieler Werft über Jahre sichern. Passend dazu treibt das Management die Konsolidierung im Heimatmarkt voran: Ein unverbindliches Angebot zur Übernahme der benachbarten German Naval Yards unterstreicht den aggressiven Expansionskurs des erst im Oktober 2025 börsennotierten Konzerns.
Das Ringen um den Kanada-Deal
Noch höher ist der Einsatz auf internationaler Ebene. In Kanada liefert sich TKMS ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem südkoreanischen Rivalen Hanwha Ocean um ein U-Boot-Projekt mit einem geschätzten Volumen von über 10 Milliarden Euro. Um die Regierung in Ottawa zu überzeugen, bietet TKMS ein weitreichendes Investitionspaket an, das auch Technologietransfers in den Bereichen KI und Batteriefertigung umfasst. Ein Erfolg würde die Auftragsbücher bis in die 2030er Jahre füllen.
Bewertung am Limit?
Die Börse hat diese potenziellen Erfolge bereits massiv vorweggenommen. Mit einem Schlusskurs von 99,00 Euro am Mittwoch notiert das Papier nur noch hauchdünn unter dem am 19. Januar markierten Allzeithoch von 99,60 Euro.
Diese Euphorie birgt Risiken. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt beträgt inzwischen über 32 Prozent, was auf eine kurzfristige Überhitzung hindeutet. Zudem liegt der aktuelle Kurs deutlich über dem durchschnittlichen Analystenziel von rund 83,00 Euro. Das bedeutet: Die Deals sind weitestgehend eingepreist. Sollte die vertragliche Fixierung der Bundeswehr-Fregatten stocken oder der Kanada-Auftrag an die Konkurrenz gehen, fehlt der Bewertung die fundamentale Basis. Anleger blicken nun gespannt auf die virtuelle Hauptversammlung am 27. Februar 2026, von der weitere Signale zur Auftragslage erwartet werden.
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