Der Kieler Marineschiffbauer TKMS erlebt aktuell eine operative und börsliche Beschleunigung, die ihresgleichen sucht. Nur wenige Monate nach dem Börsengang untermauern nun konkrete Großaufträge die jüngste Rally. Während der heimische Markt Sicherheit bietet, zielt das Management in Übersee auf einen gigantischen Deal ab, der die Auftragsbücher für ein Jahrzehnt füllen könnte.

Die Faktenlage:
* Bundeswehr-Deal: Bestellung von drei Fregatten mit einem Volumen von mindestens 3 Milliarden Euro steht bevor.
* Kanada-Offensive: TKMS lockt mit einem breiten Technologie-Paket für einen 12-Milliarden-Dollar-Vertrag.
* Kursfeuerwerk: Die Aktie notiert mit rund 99,95 Euro in Schlagdistanz zum Allzeithoch.

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Milliardenregen durch die Bundeswehr

Die jahrelange Hängepartie bei der Ausstattung der Deutschen Marine scheint beendet. Nach Informationen aus Regierungskreisen steht der Kauf von mindestens drei Fregatten des Typs MEKO A-200 unmittelbar bevor. Der Bundestag wurde bereits über die vorläufige Vereinbarung informiert, ein formeller Vertrag wird derzeit ausgearbeitet.

Für TKMS bedeutet dies planbare Einnahmen in Milliardenhöhe. Bei einem Stückpreis von rund einer Milliarde Euro summiert sich das Volumen auf mindestens 3 Milliarden Euro. Die erste Auslieferung ist für 2029 terminiert, weitere Einheiten sollen in enger Taktung folgen. Dieser Auftrag ersetzt die ursprünglich geplante, aber verzögerte Beschaffung der F126-Fregatten und greift auf bereits genehmigte Haushaltsmittel zurück.

Alles auf eine Karte in Kanada

Noch lukrativer, aber auch umkämpfter, ist das Rennen um den neuen kanadischen U-Boot-Auftrag. Hier geht es um bis zu zwölf U-Boote der Klasse 212CD und ein Gesamtvolumen von rund 12 Milliarden US-Dollar. TKMS hat es im August 2025 zusammen mit dem südkoreanischen Konkurrenten Hanwha Ocean in die Endauswahl geschafft.

CEO Oliver Burkhard setzt dabei auf eine aggressive Strategie, die weit über den Schiffbau hinausgeht. Um den Zuschlag zu erhalten, schnürt TKMS ein umfassendes Investitionspaket für Kanada, das Bereiche wie Seltene Erden, Künstliche Intelligenz und sogar Raumfahrttechnologie umfasst. Diese sogenannten "Offset-Obligations" könnten den entscheidenden Vorteil gegenüber der südkoreanischen Konkurrenz bringen.

Rally ohne Atempause

Die operative Dynamik spiegelt sich eins zu eins im Aktienkurs wider. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier einen massiven Zuwachs von 44,02 Prozent. Mit einem Schlusskurs von 99,95 Euro am Freitag notiert der Titel nur winzige 0,65 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 100,60 Euro.

Diese Euphorie hat jedoch ihren Preis: Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 65 preisen Anleger das künftige Wachstum bereits aggressiv ein. Die Bewertung stützt sich auf die Erwartung, dass die angepeilte Margensteigerung auf über 7 Prozent gelingt und die Großaufträge ohne Verzögerungen abgearbeitet werden.

Die Entscheidung der kanadischen Regierung, die noch im Jahr 2026 erwartet wird, dürfte der nächste entscheidende Impulsgeber für den Kurs sein. Sollte TKMS sich gegen Hanwha durchsetzen, wäre die ambitionierte Bewertung fundamental untermauert; bei einer Niederlage droht hingegen eine signifikante Korrektur der Vorschusslorbeeren.

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