TKMS positioniert sich kurz vor einer richtungsweisenden Entscheidung in Kanada – und holt dafür einen starken Trainings- und Simulationsspezialisten an Bord. Das neue Teaming Agreement mit CAE soll die eigene Offerte im milliardenschweren U-Boot-Programm schärfen. Doch wie viel Rückenwind kann so eine Partnerschaft im Endspurt tatsächlich bringen?

Teaming Agreement mit CAE: Fokus auf Training und Support

Am 4. März hat ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) in Ottawa ein strategisches Teaming Agreement mit dem kanadischen Technologiekonzern CAE unterzeichnet. Der Kern: TKMS bringt U-Boot-Design und -Bau ein, CAE seine Expertise im simulationsbasierten Training und bei der Unterstützung von Missionssystemen.

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Das Abkommen ist auf die Anforderungen der Royal Canadian Navy zugeschnitten. Im Mittelpunkt stehen Trainingsoperationen, fortschrittliche Simulationssysteme sowie digitale und physische Trainingsinfrastruktur. Dazu kommen Facility Management und langfristige In-Service-Support-Lösungen – also genau die Bausteine, die bei jahrzehntelangen Rüstungsprogrammen oft den Unterschied in der Gesamtbewertung machen.

CPSP: Entscheidung zwischen Mai und Juni

Der Hintergrund ist das Canadian Patrol Submarine Project (CPSP). Kanada will bis zu zwölf konventionell angetriebene U-Boote als Ersatz für die alternde Victoria-Klasse beschaffen. Das geschätzte Programmvolumen liegt bei bis zu 37 Milliarden Euro.

Die finale Vergabeentscheidung wird zwischen Mai und Juni erwartet. Anfang März wurden die finalen Angebote eingereicht. TKMS konkurriert dabei mit dem südkoreanischen Anbieter Hanwha Ocean. Das TKMS-Angebot basiert laut Quelltext auf der 212CD-Klasse, ausgelegt für Einsätze unter arktischem Eis und mit luftunabhängigem Antrieb (AIP). Zudem wird das Angebot von deutscher Regierungsseite unterstützt. Das CAE-Abkommen folgt auf zuvor unterzeichnete Kooperationsvereinbarungen mit indigenen Organisationen in Kanada, die einen pan-kanadischen Unterstützungsrahmen schaffen sollen.

An der Börse spiegelt sich diese Gemengelage bislang eher als Abwarten wider: Der Schlusskurs am Freitag lag bei 92,90 Euro, auf Wochensicht steht ein Minus von 1,69%. Seit Jahresanfang bleibt die Performance mit plus 34,15% aber deutlich positiv.

Operative Basis und zweite Großchance in Indien

TKMS geht mit Rückenwind aus dem operativen Geschäft in diese Phase. Im ersten Quartal 2025/26 (Stichtag 31. Dezember 2025) erreichte der Auftragsbestand laut Quelltext einen Rekordwert von 18,7 Milliarden Euro. Zusätzlich hob das Unternehmen die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr an und erwartet nun ein Wachstum von zwei bis fünf Prozent. Mittelfristig peilt TKMS rund zehn Prozent jährliches Wachstum und eine EBIT-Marge von über sieben Prozent an.

Parallel zum Kanada-Prozess läuft eine zweite mögliche Großbestellung: In Indien ist das Projekt nach Abschluss technischer und kommerzieller Gespräche beim Cabinet Committee on Security. Die ursprünglich für Ende März erwartete Unterzeichnung verschiebt sich ins neue Fiskaljahr.

Unterm Strich bleibt der kurzfristige Kurstreiber klar umrissen: Zwischen Mai und Juni fällt in Ottawa die Entscheidung im CPSP – und am 11. Mai stehen die nächsten Quartalszahlen an. Bis dahin ist das CAE-Teaming vor allem eines: ein gezielter Baustein, um die eigene Bewerbung in Kanada inhaltlich breiter abzustützen.

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