Der Kampf um Kanadas neue U-Boot-Flotte geht in die heiße Phase. Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) bringt sich mit einer strategischen Partnerschaft gegen die südkoreanische Konkurrenz in Stellung. Während die Entscheidung in Ottawa näher rückt, untermauern volle Auftragsbücher und eine angehobene Prognose die Ambitionen des Kieler Marine-Spezialisten.

Allianz gegen Südkorea

TKMS hat ein wichtiges "Teaming Agreement" mit dem kanadischen Simulator-Spezialisten CAE unterzeichnet. Dieser Schritt zielt darauf ab, das deutsche Angebot für das Canadian Patrol Submarine Project zu stärken. Kanada plant die Beschaffung von bis zu zwölf konventionell angetriebenen U-Booten als Ersatz für die alternde Victoria-Klasse. Die Entscheidung der Regierung wird bereits für Mai oder Juni 2026 erwartet.

Die Partnerschaft mit CAE deckt kritische Bereiche wie Training, Simulation und Instandhaltung ab. Dies ist ein taktischer Schachzug, um die lokale Wertschöpfung in Kanada zu betonen – ein oft entscheidender Faktor bei staatlichen Rüstungsaufträgen. TKMS tritt mit dem Modell 212CD an und konkurriert direkt gegen Hanwha Ocean aus Südkorea. Zuvor hatte der Konzern bereits Kooperationen mit Magellan und Seaspan Shipyards geschlossen, um das Netzwerk vor Ort zu verdichten.

Prognose erhöht, Auftragsbücher voll

Operativ läuft es für die erst im Oktober 2025 von thyssenkrupp abgespaltene Gesellschaft rund. Das Unternehmen meldete für das erste Quartal stabile Umsätze und eine verbesserte Bruttomarge von 17 Prozent. Als Konsequenz hob das Management die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr an: Statt eines möglichen Rückgangs wird nun ein Wachstum zwischen zwei und fünf Prozent erwartet.

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Diese fundamentale Stärke spiegelt sich im Kursverlauf wider. Die Aktie konnte seit Jahresbeginn bereits um über 35 Prozent zulegen und notiert aktuell bei 93,65 Euro. Auch kurzfristig bleibt das Momentum positiv, mit einem Anstieg von 1,24 Prozent am heutigen Handelstag.

Besonders der Auftragsbestand sorgt für Planungssicherheit. Dieser lag zum Quartalsende bei 18,7 Milliarden Euro. Rechnet man einen nachträglich eingegangenen Auftrag aus Norwegen über zwei weitere U-Boote hinzu, durchbricht der Bestand die Marke von 20 Milliarden Euro.

Indien-Deal in Wartestellung

Neben dem kanadischen Projekt richtet sich der Blick der Investoren nach Indien. Dort steht TKMS kurz vor dem Abschluss eines Vertrages im Volumen von acht bis neun Milliarden US-Dollar. Zwar verschiebt sich die finale Unterschrift voraussichtlich in das neue Fiskaljahr, doch die entscheidenden Kostenverhandlungen sind abgeschlossen. Marktbeobachter sehen die noch ausstehende politische Zustimmung lediglich als formale Hürde.

Die Kombination aus dem bevorstehenden Kanada-Entscheid, dem massiven Indien-Potenzial und der soliden Bilanzstruktur macht die Aktie für Anleger interessant, die auf langfristige Zyklen im Verteidigungssektor setzen. TKMS plant zudem, ab 2027 erstmals eine Dividende auszuschütten, wobei eine Quote von 30 bis 50 Prozent des Jahresüberschusses angepeilt wird.

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