Für die RTL Group brechen wegweisende Wochen an. Während die EU-Kommission derzeit die geplante Übernahme von Sky Deutschland intensiv prüft, stehen die Jahreszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr unmittelbar bevor. Diese Kombination aus regulatorischen Entscheidungen und frischen Finanzdaten dürfte die künftige strategische Ausrichtung des Medienkonzerns maßgeblich bestimmen.

Sky-Übernahme auf dem Prüfstand

Seit Ende Februar läuft die formelle Kartellprüfung der EU-Kommission, für die eine Frist bis zum 8. April angesetzt ist. RTL strebt an, Sky Deutschland für eine Vorabzahlung von 150 Millionen Euro sowie mögliche erfolgsabhängige Nachzahlungen vom US-Mutterkonzern Comcast zu übernehmen. Doch warum fokussiert sich der Konzern derart auf diesen Zukauf? Das Kernziel ist der Aufbau der drittgrößten Streaming-Plattform im deutschsprachigen Raum mit künftig rund 11,5 Millionen zahlenden Abonnenten.

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Ein entscheidender Treiber für den Deal ist der Zugang zu den exklusiven Sportrechten von Sky, insbesondere für die Fußball-Bundesliga und die Formel 1. Die Wettbewerbshüter prüfen nun im Rahmen der sogenannten Phase I, ob der Zusammenschluss den Wettbewerb im deutschen Medienmarkt signifikant beeinträchtigt. Eine zeitnahe Freigabe würde die Integration beschleunigen, während eine tiefgehende Phase-II-Prüfung den Zeitplan deutlich strecken und strenge Auflagen für den Zugang zu Premium-Inhalten nach sich ziehen könnte.

Zahlenwerk und Chefwechsel

Parallel zum regulatorischen Prozess rückt der kommende Donnerstag, der 12. März, in den Fokus. Dann präsentiert RTL die Geschäftsergebnisse für 2025. Da das Management die Jahresprognose bereits nach den ersten neun Monaten nach unten korrigieren musste, erhoffen sich Investoren nun belastbare Signale zur Profitabilität im Streaming-Segment. Im Jahr 2024 konnte dieser Bereich noch ein starkes Umsatzwachstum von 42 Prozent auf 403 Millionen Euro verzeichnen.

Zusätzlich navigiert das Unternehmen durch eine personelle Übergangsphase: Im Mai übergibt CEO Thomas Rabe die Leitung an Clément Schwebig, der aktuell noch eine Führungsposition bei Warner Bros. Discovery innehat. Dass der aktuelle Kurs von 35,50 Euro spürbar unter dem Preis des letzten Aktienrückkaufprogramms von 37,85 Euro notiert, spiegelt die abwartende Haltung des Marktes wider; ein extrem niedriger RSI-Wert von 14,5 unterstreicht zudem den jüngsten Verkaufsdruck bei dem Papier.

Konkreter Ausblick

Am 12. März wird die Vorlage der Bilanz erste fundamentale Fakten für das laufende Jahr schaffen. Bis zur ersten EU-Frist am 8. April entscheidet sich anschließend, ob RTL die ambitionierte Bündelung von Unterhaltung und Sport zügig umsetzen kann. Wird der Zukauf genehmigt, entsteht ein gestärkter lokaler Konkurrent gegen die globalen Streaming-Dienste. Verhängt die Behörde hingegen ein Veto oder langwierige Prüfungen, verliert der Konzern einen zentralen Baustein seiner mittelfristigen Wachstumsstrategie.

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