TKMS liefert gerade genau das, was Rüstungsinvestoren sehen wollen: große Programme, volle Auftragsbücher – und konkrete Entscheidungen, die schon in den nächsten Monaten fallen. Besonders Kanada und Indien könnten 2026 zum Taktgeber werden. Doch wie schnell wird aus dem Rekord-Auftragsbestand auch sichtbar Umsatz?

Kanada und Indien als Kurstreiber

Anfang März hat TKMS die finalen Angebote für Kanadas „Canadian Patrol Submarine Project“ eingereicht. Entscheiden will Kanada zwischen Mai und Juni – es geht um bis zu zwölf konventionelle U-Boote als Ersatz für die alternde Victoria-Klasse. TKMS tritt mit dem Typ 212CD an und konkurriert mit Hanwha Ocean aus Südkorea.

Flankiert wird das Angebot durch eine neue Teaming-Vereinbarung mit CAE (bekanntgegeben am 4. März). CAE soll langfristig simulationsbasierte Ausbildung und Instandhaltung für die künftige kanadische U-Boot-Flotte liefern. Die Botschaft: TKMS will nicht nur bauen, sondern auch Betrieb und Training als Gesamtsystem mitdenken – ein Punkt, der bei Großprogrammen oft entscheidend ist.

Parallel läuft in Indien die nächste Großchance: Laut Quelltext sind die Kostenverhandlungen für ein Programm im Volumen von 8 bis 9 Mrd. US-Dollar abgeschlossen. Die finale Unterschrift dürfte sich ins neue Fiskaljahr verschieben. TKMS ist dabei der einzige verbleibende Bieter und befindet sich in Abschlussverhandlungen.

Rekordaufträge, bessere Marge, positiver Cashflow

Operativ untermauert das Unternehmen die Ambitionen mit Zahlen. Zum Ende des ersten Quartals 2025/26 meldete TKMS einen Rekord-Auftragsbestand von 18,7 Mrd. Euro. Gleichzeitig wurde die Umsatzprognose für 2025/26 angehoben: Statt -1% bis +2% erwartet TKMS nun +2% bis +5% Wachstum.

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Zusätzlichen Rückenwind brachte ein weiterer Auftrag aus Norwegen für zwei zusätzliche 212CD-U-Boote. Er kam nach Quartalsende und soll im nächsten Quartal im Auftragsbestand auftauchen – damit dürfte die Marke von 20 Mrd. Euro bereits überschritten sein.

Auch die Profitabilität zog an: Die Bruttomarge stieg auf 17% (vorher 15,2%). Zudem stand im Quartal ein positiver Free Cashflow von 33 Mio. Euro.

Kapazitäten und Zeitplan: Wismar wird ausgebaut

Damit die prall gefüllte Pipeline nicht zum Flaschenhals wird, baut TKMS Kapazitäten aus. Der Standort Wismar wird zur Hybridanlage für U-Boote, Fregatten und Spezialfahrzeuge umgebaut. Die Teilproduktion soll bis Ende 2026 anlaufen, der vollständige U-Boot-Bau folgt schrittweise.

Technologisch gab es zuletzt ebenfalls eine greifbare Lieferung: Die autonome Unterwasserdrohne „BlueWhale“ wurde an die Deutsche Marine übergeben – inklusive eines integrierten Anti-U-Boot-Schleppsonars über ATLAS ELEKTRONIK.

Aktie: Starker Jahreslauf, aber zuletzt zäher

An der Börse spiegelt sich die Story bislang nur teilweise. Am Freitag schloss die Aktie bei 92,90 Euro, seit Jahresanfang steht dennoch ein Plus von 34,15% zu Buche. Zum 52‑Wochen-Hoch von 100,60 Euro fehlen rund 7,65%. Auffällig: Der RSI liegt bei 32,4 – ein Wert, der häufig mit einem eher „abgekühlten“ kurzfristigen Momentum einhergeht.

Der Quelltext liefert dafür eine simple Erklärung: Als reiner Marineanbieter hängt TKMS weniger an kurzfristigen Krisenimpulsen (etwa rund um Raketen- und Luftabwehrbedarf) als andere Rüstungswerte. Dafür läuft das Geschäft in langen Zyklen – und genau deshalb sind Entscheidungen wie Kanada (Mai/Juni) oder Indien so wichtig.

Im Kalender steht zudem ein fixer Termin: Am 11. Mai 2026 legt TKMS die nächsten Quartalszahlen vor. Bis dahin dürften vor allem die Kanada-Entscheidung und der Fortschritt in Indien die Schlagzeilen bestimmen – während TKMS parallel zeigen muss, dass aus Rekordaufträgen verlässlich Umsatz wird.

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