Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat den Vorvertrag für vier TKMS-Fregatten des Typs MEKO A-200 DEU auf rund 240 Millionen Euro erweitert. Finanziert aus dem Sondervermögen Bundeswehr, gibt der Beschluss vom 19. März dem Rüstungskonzern unmittelbare Planungssicherheit — noch bevor ein verbindlicher Bauvertrag steht.

Brücke über eine stockende Beschaffung

Der Hintergrund ist die anhaltende Krise um das Fregattenprojekt F126. Weil die Verhandlungen mit Naval Vessels Lürssen über dieses seit Jahren verzögerte Programm weiter laufen, soll die MEKO-Beschaffung als Ergänzung einspringen. Die vier Fregatten sollen eine Fähigkeitslücke in der U-Boot-Jagd schließen — eine Kapazität, die die NATO von Deutschland einfordert. Angesichts von Übungen wie „Steadfast Dart 2026" im Ostseeraum und koordinierten Anti-U-Boot-Operationen im Hohen Norden ist der Bedarf konkret. Eine Auslieferung ab Ende 2029 ist das erklärte Ziel.

Die freigegebenen Mittel erlauben TKMS bereits jetzt, Fertigungskapazitäten bei Zulieferern zu reservieren und Stahlarbeiten einzuleiten. Ein späterer Hauptvertrag würde zudem die neue Anlage in Wismar auf Jahre auslasten und das mittelfristige Ziel einer EBIT-Marge von über sieben Prozent untermauern.

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Starkes Fundament, voller Auftragstrichter

Operativ steht TKMS solide da. Der Auftragsbestand überschritt zuletzt die Marke von 20 Milliarden Euro, gestützt durch einen Folgeauftrag aus Norwegen. Im ersten Quartal erzielte das Unternehmen 545 Millionen Euro Umsatz bei einer Bruttomarge von 17 Prozent — gut genug, um die Jahresprognose anzuheben: Statt Stagnation erwartet das Management nun ein Umsatzwachstum zwischen zwei und fünf Prozent.

Parallel dazu lieferten TKMS und Israel Aerospace Industries Ende Februar das autonome Unterwasserfahrzeug BlueWhale an die Deutsche Marine aus. Das 10,9 Meter lange, 5,5 Tonnen schwere Aufklärungsfahrzeug ist das bislang größte unbemannte Unterwassersystem der Bundeswehr. Nach der Übergabe des ersten Exemplars soll die Serienproduktion folgen.

Kanada als potenziell größter Auftrag der Unternehmensgeschichte

Zwischen Mai und Juni 2026 entscheidet Kanada über zwölf konventionelle U-Boote — ein Programm mit einem Volumen von bis zu 37 Milliarden Euro. Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius warben am Rande eines NATO-Treffens persönlich für das deutsche Angebot. Fällt die Entscheidung zugunsten von TKMS, wäre es der größte Einzelauftrag der Unternehmensgeschichte.

Trotz der starken operativen Lage spiegelt der aktuelle Kurs von rund 82,85 Euro die jüngste Korrektur wider — die Aktie notiert knapp 17 Prozent unter ihrem Januarhoch. Mit der Kanada-Entscheidung im Sommer und dem angestrebten Hauptvertrag für die MEKO-Fregatten verdichten sich die potenziellen Kurstreiber für die kommenden Monate.

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