Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS bereitet sich auf einen der größten europäischen Börsengänge des Jahres vor. Während auf politischer Ebene noch über mögliche Staatsbeteiligungen diskutiert wird, schafft das operative Geschäft bereits Fakten. Besonders ein Waffensystem entwickelt sich kurz vor dem geplanten Parkettdebüt zum entscheidenden Wachstumstreiber und weckt handfeste Begehrlichkeiten bei mehreren NATO-Partnern.

Fahrplan für das Parkettdebüt

KNDS-Chef Jean-Paul Alary bestätigte diese Woche den Zeitplan für die geplante Notierung. Trotz laufender Debatten über einen möglichen Einstieg der Bundesregierung sieht das Management keine Hindernisse für den Schritt an die Börse. Bankenkreise rechnen für Juni oder Juli mit einem doppelten Listing in Paris und Frankfurt, das den Panzerbauer mit rund 20 Milliarden Euro bewerten könnte.

Geplant ist, etwa 25 Prozent der Anteile in den Streubesitz zu geben. Gleichzeitig will das Unternehmen frisches Kapital einsammeln, um künftige Investitionen und mögliche Übernahmen im Bereich der Landsysteme zu finanzieren.

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Briten kaufen, US-Armee evaluiert

Ein zentrales Argument für potenzielle Investoren ist die ferngesteuerte Haubitze RCH 155. Die britische Armee hat bereits 37 dieser Systeme bestellt, um ihre an die Ukraine abgegebenen Bestände zu ersetzen. Ein erster Vertrag über 53 Millionen Pfund für die Produktion wichtiger Komponenten, darunter das Geschützrohr und das Rückstoßsystem, wurde kürzlich unterzeichnet.

Gleichzeitig rückt das System in den Fokus der US-Armee. Das amerikanische Militär plant bis Ende März eine Ausschreibung für neue radgestützte Haubitzen. Die RCH 155 gilt hier als starker Kandidat, da sie als weltweit einzige Haubitze präzise aus der Fahrt heraus feuern kann. Interne Vergleichsdaten von KNDS zeigen die Effizienz des Systems: Zwölf RCH-Haubitzen mit 24 Soldaten schließen eine standardisierte Feuermission schneller ab als 24 herkömmliche M109-Paladin-Kettenfahrzeuge, für die 144 Soldaten benötigt werden.

Solides Fundament für Investoren

Das Waffensystem befindet sich nicht mehr in der Entwicklungsphase, sondern ist mit 54 gelieferten Einheiten bereits in der Ukraine im Kampfeinsatz erprobt. Ein deutscher Rahmenvertrag über bis zu 500 Fahrzeuge ermöglicht es verbündeten Nationen zudem, sich unkompliziert an die Beschaffung anzuhängen und von bestehenden Konditionen zu profitieren.

Diese operative Dynamik spiegelt sich in den Büchern wider. KNDS erwirtschaftete im Jahr 2024 einen Umsatz von 3,8 Milliarden Euro und sammelte allein in diesem Zeitraum neue Aufträge im Wert von 11,2 Milliarden Euro ein. Mit einem Auftragsbestand von insgesamt 23,5 Milliarden Euro im Rücken tritt der Konzern nun in die entscheidende Phase der Investorenansprache für den anvisierten Sommer-Börsengang ein.

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