Im Wettbewerb um das größte U-Boot-Programm der kanadischen Geschichte fährt thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) schwere diplomatische Geschütze auf. Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius werben persönlich für den 37 Milliarden Euro schweren Rüstungsauftrag. Der ungewöhnliche Einsatz auf höchster politischer Ebene unterstreicht die strategische Dimension des Projekts, bei dem nur noch das südkoreanische Unternehmen Hanwha Ocean als Konkurrent im Rennen ist.

Lokale Wertschöpfung als Schlüssel

Um das Canadian Patrol Submarine Project für zwölf konventionelle U-Boote der 212CD-Klasse zu gewinnen, verlässt sich das Unternehmen nicht allein auf staatliche Unterstützung. Da bei Rüstungsprojekten die inländische Produktion oft ausschlaggebend ist, hat TKMS in den vergangenen Wochen ein gezieltes Industrienetzwerk in Nordamerika aufgebaut. Partner wie CAE, Magellan Aerospace und Marmen sollen die lokale Wertschöpfung bei Training, Torpedoproduktion und U-Boot-Bau garantieren. Die finale Entscheidung der Regierung in Ottawa fällt zwischen Mai und Juni dieses Jahres.

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Angehobene Prognose stützt den Kurs

Operativ liefert der Konzern derzeit die passenden Argumente für eine derartige Expansion. Ein starkes erstes Quartal mit einer auf 17 Prozent verbesserten Bruttomarge und einem positiven freien Cashflow veranlasste das Management zu einer Prognoseanhebung. Anstelle der ursprünglichen Spanne rechnet TKMS nun mit einem Umsatzwachstum von zwei bis fünf Prozent. Diese fundamentale Stärke spiegelt sich auch am Kapitalmarkt wider. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Plus von 28,38 Prozent und notiert aktuell bei 88,90 Euro.

Um den auf über 20 Milliarden Euro angewachsenen Auftragsbestand abzuarbeiten, fließen derzeit rund 200 Millionen Euro in den Umbau der Werft in Wismar. Die ehemalige Kreuzfahrtschiff-Anlage wird zu einer Hybridproduktionsstätte umgerüstet, deren Teilproduktion noch 2026 anlaufen soll.

Die kommenden Monate bringen eine hohe Dichte an richtungsweisenden Terminen. Am 11. Mai 2026 präsentiert TKMS die nächsten Quartalszahlen, die Aufschluss über die Profitabilität des aktuellen Auftragsbestands geben werden. Unmittelbar in diesem Zeitraum fällt auch die Vergabeentscheidung in Kanada. Ein Zuschlag aus Ottawa würde das angestrebte Ziel einer mittelfristigen EBIT-Marge von über sieben Prozent deutlich untermauern und die Auslastung der neuen Anlage in Wismar auf Jahre sichern.

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