Der Haushaltsausschuss in Berlin stimmt in dieser Woche über die weitere Finanzierung zentraler Marineprojekte ab. Für den Kieler Schiffbauer Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) geht es dabei um die Absicherung der MEKO A-200-Fregatten. Ein positiver Beschluss würde nicht nur die Auslastung der norddeutschen Werften auf Jahre garantieren, sondern auch einen wichtigen Risikopuffer im deutschen Beschaffungswesen etablieren.

Zeitdruck bei der Fregatten-Beschaffung

Das Bundesverteidigungsministerium fährt aktuell zweigleisig. Während für die komplexe F126-Fregatte bereits zusätzliche 300 Millionen Euro genehmigt wurden, dient das bewährte TKMS-Design MEKO A-200 als parallele Absicherung. Um die NATO-Anforderungen ab 2028 zu erfüllen, drängt nun die Zeit. Der bestehende Vorvertrag über 50 Millionen Euro, der Vorarbeiten und Langläuferteile abdeckt, läuft Ende März aus. Eine Verlängerung durch das Parlament in dieser Woche ist zwingend erforderlich, damit die erste MEKO-Fregatte planmäßig im Dezember 2029 ausgeliefert werden kann.

Sollte das F126-Vorhaben wider Erwarten scheitern, greift eine weitreichende Rückfalloption. In diesem Fall steht die Beschaffung von bis zu acht MEKO-Schiffen für rund 7,8 Milliarden Euro im Raum.

Solides Fundament und Ausbau in Wismar

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Operativ präsentiert sich der Rüstungskonzern im Vorfeld der politischen Weichenstellung robust. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres erwirtschaftete TKMS einen Umsatz von 545 Millionen Euro und hob die Jahresprognose für das Umsatzwachstum auf 2 bis 5 Prozent an. Um den auf über 20 Milliarden Euro angewachsenen Auftragsbestand abzuarbeiten, fließen derzeit rund 200 Millionen Euro in den Umbau der Werft in Wismar zu einer Hybridproduktionsanlage. Der Start der Teilproduktion ist noch für 2026 angesetzt.

Am Kapitalmarkt spiegelt der aktuelle Kurs von 87,60 Euro diese operative Stärke nur bedingt wider. Das Papier notiert derzeit knapp 13 Prozent unter seinem im Januar erreichten 52-Wochen-Hoch von 100,60 Euro. Ein positiver Beschluss aus Berlin könnte hier als unmittelbarer Katalysator wirken und einen zentralen Unsicherheitsfaktor für die mittelfristige Kapazitätsplanung beseitigen.

Unabhängig vom Ausgang in Deutschland richtet sich der Blick des Managements bereits auf den Frühsommer. Zwischen Mai und Juni 2026 entscheidet die kanadische Regierung über ein U-Boot-Programm mit einem Volumen von bis zu 37 Milliarden Euro, bei dem TKMS mit lokalen Partnern gegen den südkoreanischen Konkurrenten Hanwha Ocean antritt.

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