Die Tilray-Aktie steht vor einer kritischen Woche. Nach einer kräftigen Erholungsrallye durch neue regulatorische Hoffnungen in den USA müssen nun die fundamentalen Daten überzeugen. Der Markt ist nervös: Optionshändler preisen bereits vor den Quartalszahlen am Mittwoch massive Kursausschläge ein. Doch können die Bücher die hohen Erwartungen erfüllen?

Politischer Rückenwind trifft auf Realität

Im letzten Monat konnte das Papier um beachtliche 29 Prozent zulegen. Auslöser war eine Executive Order von US-Präsident Donald Trump zur Neueinstufung von Cannabis (von Schedule I zu Schedule III). Tilray reagierte umgehend mit der Gründung von „Tilray Medical USA“, um die potenziellen neuen Marktchancen zu nutzen. Auch Analysten passten ihre Modelle an: Bernstein verzehnfachte das Kursziel von 1 auf 10 Dollar, behielt das Rating „Hold“ jedoch bei.

Trotz dieser Euphorie bleibt die langfristige Bilanz ernüchternd. Auf Jahressicht notiert die Aktie weiterhin rund 35 Prozent im Minus. Die tiefroten Zahlen – mit einer Nettomarge von minus 258 Prozent – lasten schwer auf dem Kurs. Das durchschnittliche Kursziel der Wall Street von 7,72 Dollar deutet beim aktuellen Kursniveau sogar auf ein Rückschlagspotenzial hin.

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Was Anleger erwarten

Für die Bekanntgabe der Ergebnisse des zweiten Geschäftsquartals 2026 am 8. Januar liegen die Erwartungen niedrig. Der Konsens rechnet mit einem Verlust von 0,21 Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von 210,9 Millionen Dollar. Letzterer würde eine Stagnation im Vergleich zum Vorjahr bedeuten.

Auffällig ist die Aktivität am Optionsmarkt. Händler kalkulieren mit einer Bewegung von 14,1 Prozent nach den Zahlen. Dies ist zwar weniger als der Durchschnitt der letzten vier Quartale (17,78 Prozent), signalisiert aber dennoch erhebliche Unsicherheit darüber, ob die jüngste Kursrallye fundamental gerechtfertigt ist.

Strategiewechsel im Fokus

Um die Abhängigkeit vom schwankenden Cannabis-Markt zu reduzieren, forciert das Management das Getränkegeschäft. Passend zum „Dry January“ bewirbt das Unternehmen verstärkt sein Portfolio an alkoholfreien Bieren und hanfbasierten THC-Getränken. Dieser Bereich wächst, da immer mehr Konsumenten nach Alternativen zu Alkohol suchen.

Am Mittwoch wird es für Anleger vor allem auf den Ausblick ankommen. Entscheidend sind konkrete Aussagen des Managements zum Cashflow, zum Zeitplan der US-Expansion und zu den Fortschritten in der Getränkesparte. Nur wenn Tilray hier liefert, dürfte die jüngste politische Fantasie in eine nachhaltige Bodenbildung übergehen.

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