Tilray Aktie: Rekordumsatz überrascht
Der Cannabis-Spezialist Tilray Brands meldet sich mit starken Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 zurück und übertrifft die Erwartungen der Wall Street. Während das klassische Cannabis-Geschäft wächst und die Verluste eingedämmt werden konnten, kämpft die Alkohol-Sparte jedoch mit Gegenwind. Kann der neue strategische Fokus auf THC-Getränke diese Schwäche ausgleichen?
Der Konzern verzeichnete im abgelaufenen Quartal einen Rekordumsatz von 217,5 Millionen Dollar. Damit übertraf Tilray nicht nur den Vorjahreswert um 3 Prozent, sondern schlug auch die Konsensschätzungen der Analysten, die lediglich mit rund 211 Millionen Dollar gerechnet hatten. Auch bei der Profitabilität gibt es Fortschritte: Der Nettoverlust wurde von 85,3 Millionen Dollar im Vorjahr auf 43,5 Millionen Dollar fast halbiert. Der Verlust pro Aktie verbesserte sich entsprechend von 0,99 Dollar auf 0,41 Dollar.
Licht und Schatten in den Segmenten
Ein Blick auf die Details offenbart jedoch ein zweigeteiltes Bild der Umsatzströme. Die Diversifizierungsstrategie zeigt zwar Erfolge, doch nicht alle Bereiche laufen rund:
- Internationales Cannabis: Dieses Segment erwies sich als Wachstumstreiber mit einem Umsatzplus von 36 Prozent.
- Kanada: Auch der Heimatmarkt legte solide um 6 Prozent zu.
- Alkohol-Sparte: Hier brach der Umsatz um 20,6 Prozent ein, was das Management vor allem auf die schwierige Lage im Craft-Bier-Markt zurückführt.
Insgesamt kletterten die Cannabis-Erlöse um 3 Prozent auf 67,5 Millionen Dollar.
Wette auf den Getränkemarkt
Um dem Rückgang im Alkoholgeschäft entgegenzuwirken und neue Wachstumsmärkte zu erschließen, forciert Tilray die Expansion in den Bereich der THC-haltigen und alkoholfreien Getränke. Das Unternehmen führte sowohl in den USA als auch in Kanada neue Cocktails auf Hanfbasis ein. Dieser Schritt zielt darauf ab, die steigende Nachfrage nach funktionalen Getränken zu bedienen und sich frühzeitig für mögliche regulatorische Änderungen in den USA zu positionieren.
Das Management bestätigte abschließend die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 mit einem bereinigten EBITDA zwischen 62 und 72 Millionen Dollar. Mit einer verbesserten Netto-Cash-Position von rund 30 Millionen Dollar verfügt Tilray über das nötige Polster, um die strategische Neuausrichtung voranzutreiben, solange die Cannabis-Legalisierung auf US-Bundesebene noch auf sich warten lässt.
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