Tilray Brands meldet für das zweite Geschäftsquartal 2026 einen historischen Höchstwert beim Umsatz, maßgeblich getrieben durch das florierende internationale Cannabisgeschäft. Während das Unternehmen seine Diversifizierungsstrategie über Getränke und Pharmazeutika hinweg fortsetzt, gelang es gleichzeitig, den Nettoverlust drastisch zu reduzieren. Kann der Konzern diesen positiven Trend im weiteren Jahresverlauf bestätigen?

Rekordzahlen und Wachstumstreiber

Laut dem Geschäftsbericht vom 8. Januar 2026 erzielte Tilray einen Nettoumsatz von 217,5 Millionen US-Dollar. Dies markiert den höchsten Umsatz in einem zweiten Quartal in der Unternehmensgeschichte. Ein Blick auf die einzelnen Segmente zeigt ein breit aufgestelltes Portfolio:

  • Vertriebsgeschäft: 85,3 Millionen US-Dollar (+26 % zum Vorjahr)
  • Cannabisgeschäft: 67,5 Millionen US-Dollar
  • Getränkesparte: 50,1 Millionen US-Dollar
  • Wellness-Sparte: 14,6 Millionen US-Dollar

Besonders hervorzuheben ist das internationale Cannabisgeschäft, das sich als starker Wachstumsmotor erwies. Hier kletterten die Erlöse im Jahresvergleich um 36 Prozent auf 20 Millionen Dollar. Auch der kanadische Markt für den Erwachsenenkonsum trug mit einem Wachstum von 6 Prozent zum positiven Gesamtbild bei.

Profitabilität und Bilanzstärke

Neben dem Umsatzwachstum verzeichnete Tilray Fortschritte bei der Profitabilität. Das bereinigte EBITDA belief sich auf 8,4 Millionen Dollar. Gleichzeitig gelang es dem Management, den Nettoverlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 49 Prozent auf 43,5 Millionen Dollar fast zu halbieren. Auch der operative Cashflow verbesserte sich deutlich um 32,2 Millionen Dollar.

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Die Bilanz präsentiert sich solide: Zum Quartalsende verfügte das Unternehmen über 291,6 Millionen Dollar in bar und marktgängigen Wertpapieren. Damit übersteigen die liquiden Mittel die Verschuldung um rund 30 Millionen Dollar.

Strategischer Schwenk und Ausblick

Das Management kündigte eine strategische Neuausrichtung der Lieferketten an. Bestehende Bestände und neue Produktionskapazitäten sollen verstärkt vom kanadischen Großhandelsmarkt in margenträchtigere internationale Märkte verlagert werden. Mit einer jährlichen Anbaukapazität von 200 Tonnen sieht sich Tilray für diese Expansion gut gerüstet. Zudem bestätigte das Unternehmen die Prognose für das Gesamtjahr 2026 mit einem erwarteten bereinigten EBITDA zwischen 62 und 72 Millionen Dollar.

Anleger sollten beachten, dass bereits Ende 2025 ein Reverse-Split im Verhältnis 1 zu 10 durchgeführt wurde, was die Anzahl der ausstehenden Aktien auf 116 Millionen reduzierte. Die nächsten Quartalszahlen werden voraussichtlich Mitte April 2026 erwartet und dürften zeigen, ob die internationale Fokussierung die erhofften Früchte trägt.

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