Tilray Aktie: Euphorie verflogen
Trotz des jüngsten politischen Rückenwinds durch US-Präsident Trump findet die Tilray Aktie keinen festen Boden. Die anfängliche Euphorie über die Neuklassifizierung von Marihuana ist gewichen, und der Kurs rutschte zum Jahreswechsel unter kritische technische Marken. Nun richten sich alle Blicke auf die anstehenden Quartalszahlen, die über die kurzfristige Richtung entscheiden dürften.
Technisches Bild trübt sich ein
Mit einem Schlusskurs von 9,06 US-Dollar verabschiedete sich das Papier schwach aus dem Jahr 2025. Besonders bedenklich ist die charttechnische Verfassung: Der Kurs notiert derzeit deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 10,77 US-Dollar sowie der 200-Tage-Linie bei 10,32 US-Dollar. Diese Konstellation unterhalb der gleitenden Durchschnitte signalisiert einen intakten Abwärtstrend, dem auch die jüngsten fundamentalen Nachrichten bisher nichts entgegensetzen konnten. Die Marktkapitalisierung beläuft sich aktuell auf rund 1,01 Milliarden US-Dollar.
Realitätscheck nach der Rally
Der Dezember war für das Cannabis-Unternehmen von hoher Volatilität geprägt. Zunächst führte der am 1. Dezember durchgeführte 1-zu-10 Reverse Split den Kurs aus dem einstelligen Bereich, um die Listing-Anforderungen der Börse langfristig zu sichern. Mitte des Monats sorgte dann die Ankündigung einer beschleunigten Expansion von "Tilray Medical USA" im Zuge der angekündigten staatlichen Neuregulierung für einen kurzzeitigen Kurssprung von über 27 Prozent.
Doch dieser Anstieg wurde schnell wieder abverkauft. Marktbeobachter werten dies als Zeichen, dass die regulatorischen Chancen bereits eingepreist sind und Investoren nun konkrete finanzielle Belege für das Wachstum fordern, statt nur auf politische Versprechen zu setzen.
Quartalszahlen als Richtungsweiser
Die nächste Bewährungsprobe steht unmittelbar bevor: Am Donnerstag, den 8. Januar 2026, legt das Unternehmen nach Börsenschluss die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal vor. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Verlust von 0,17 US-Dollar je Aktie bei einem Umsatz von rund 211 Millionen US-Dollar.
Entscheidend wird sein, ob die Sparmaßnahmen unter dem Namen "Project 420" und die Integration des Craft-Beer-Portfolios endlich greifbare Ergebnisse in der Bilanz hinterlassen. Für eine nachhaltige Trendwende muss die Aktie die psychologisch wichtige Marke von 10,00 US-Dollar zurückerobern. Ohne positive Überraschungen bei den kommenden Zahlen deutet die technische Lage vorerst auf eine fortgesetzte Konsolidierung hin.
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