Thyssenkrupp entwickelt sich vom Sorgenkind zur dynamischen Restrukturierungs-Story. Neue Gerüchte um den Verkauf von Kronjuwelen und Fortschritte in der Stahlsparte treiben die Fantasie an. Der Markt spekuliert darauf, dass die Einzelteile des Konzerns deutlich mehr wert sind, als der aktuelle Börsenkurs widerspiegelt.

  • Rothe Erde: Verkauf von 30 Prozent der profitablen Sparte wird geprüft.
  • Stahl-Lösung: Hinweise auf gestaffelten Verkauf an Jindal Steel verdichten sich.
  • Börsenwert: Marktkapitalisierung liegt deutlich unter dem Substanzwert der Einzelteile.

Gerüchte um "Hidden Champion"

Der jüngste Kursanstieg von über 3 Prozent am Freitag auf 11,31 Euro hat einen konkreten Auslöser. Insider berichten, dass der Konzern den Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an der Sparte Rothe Erde prüft. Konkret sollen 30 Prozent des Wälzlager-Herstellers zur Disposition stehen. Dieser Schritt würde nicht nur frisches Kapital in die Kasse spülen, sondern den Wert dieses "Hidden Champions" im Konzernverbund für den Markt sichtbar machen. Rothe Erde gilt als essenziell für Windkraftanlagen und Baumaschinen und arbeitet hochprofitabel.

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Parallel dazu kommt Bewegung in die jahrelange Hängepartie um Thyssenkrupp Steel Europe. Es verdichten sich Hinweise, dass ein gestaffelter Verkauf an den indischen Stahlriesen Jindal Steel bevorsteht. Ein solcher Deal, der die Sparte mit geschätzt 4 Milliarden Euro bewertet, würde die Bilanz entlasten und die zyklischen Risiken des Stahlgeschäfts aus dem Portfolio entfernen.

Verborgene Werte im Fokus

Analysten weisen auf eine fundamentale Diskrepanz hin: Die Summe der Einzelteile übersteigt den aktuellen Börsenwert von rund 7 Milliarden Euro deutlich. Allein die Marine-Sparte TKMS (ca. 3 Mrd. Euro) und die verbliebene Beteiligung an TK Elevator (ca. 3,2 Mrd. Euro) repräsentieren zusammen bereits fast die gesamte Marktkapitalisierung. Hinzu kommt ein sattes Nettofinanzguthaben von knapp 5 Milliarden Euro.

Diese Unterbewertung treibt die Rallye an. Auf Jahressicht konnte die Aktie bereits um rund 159 Prozent zulegen. Auch Investmentbanken passen ihre Einschätzungen an. Barclays hob das Kursziel kürzlich auf 9,00 Euro an, während die Deutsche Bank das Potenzial der Wasserstoff-Tochter Nucera betont, was der Muttergesellschaft direkt zugutekommt.

Der Markt honoriert den aggressiven Umbaukurs des Managements. Sollten sich die Pläne für den Teilverkauf von Rothe Erde und den Einstieg von Jindal Steel in den kommenden Wochen konkretisieren, dürfte die Neubewertung der Aktie weitergehen. Entscheidend ist nun die zeitnahe vertragliche Fixierung dieser strategischen Allianzen.

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