Neue Produkte für die Elektromobilität, gleichzeitig ein Nettoverlust von 334 Millionen Euro und eine intern gesetzte Frist, die in diesen Tagen ausläuft. Thyssenkrupp navigiert seinen Umbau auf mehreren Ebenen zugleich.

Coiltech-Auftritt als technologisches Signal

Auf der Coiltech 2026 in Augsburg präsentieren thyssenkrupp Steel und die Tochtergesellschaft thyssenkrupp Electrical Steel noch bis heute neue Produkte für Elektroantriebe und Transformatoren. Im Mittelpunkt steht die Elektroband-Güte powercore® traction NGO 020-120Y420 — entwickelt für hocheffiziente Fahrzeugantriebe mit garantierter Streckgrenze von 420 Megapascal. Ergänzt wird das Portfolio durch den Klebeisolierlack stabosol®, der die Effizienz direktgekühlter Statorpakete steigern soll.

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Parallel läuft ein Panel zu grünem Stahl, bei dem Vertreter von thyssenkrupp Electrical Steel, SGB-Smit und Siemens Energy über CO₂-reduzierten Stahl als Leitmarkt diskutieren. Der Messeauftritt zeigt: Trotz laufendem Konzernumbau investiert die Stahlsparte weiter in neue Produktgenerationen.

Materials Services vor wegweisender Entscheidung

Zeitgleich läuft eine interne Frist für die Handelssparte Materials Services ab. Die Sparte — 11,4 Milliarden Euro Jahresumsatz, mehr als 15.000 Mitarbeiter — soll in die Unabhängigkeit entlassen werden. Bis Ende März muss sie konkrete operative Fortschritte nachweisen; gelingt das, wäre der Weg für einen möglichen Börsengang im Herbst 2026 frei. Als Alternativen prüft das Management eine Abspaltung an bestehende Aktionäre, einen Direktverkauf oder eine Umwandlung in eine KGaA-Struktur.

Die jüngsten Quartalszahlen unterstreichen den Transformationsdruck: Der Umsatz sank um acht Prozent auf 7,2 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT stieg um zehn Prozent auf 211 Millionen Euro. Unterm Strich steht ein Nettoverlust von 334 Millionen Euro — verursacht durch Restrukturierungskosten in der Stahlsparte von 401 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2025/26 erwartet das Unternehmen weiterhin einen Fehlbetrag zwischen 400 und 800 Millionen Euro.

Die Aktie notiert mit einem Minus von rund 25 Prozent in den vergangenen 30 Tagen nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief. Den nächsten substanziellen Einblick in den Fortschritt der Restrukturierung liefert der Halbjahresbericht am 12. Mai 2026 — inklusive Updates zu den Gesprächen mit Jindal und den Optionen für Materials Services.

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